Backsteingebäude mit Vorplatz
Der Vorplatz der Max-Taut-Aula im Oktober 2008 vor der Umgestaltung

Nöldnerplatz
10317 Berlin

Bauherr/Projektsteuerung:
Planung/Gesamtkonzeption
Weidinger Landschaftsarchitekten
Fachplanung Verkehrsanlagen

Gesamtbaukosten:
1,7 Mio Euro (Mischfinanzierung aus Urban II)

Realisierungszeitraum: 2005-09
Nutzfläche: ca 3,7 ha

Projektdokumentation:

aktuellabgeschlossen
größere Kartenansicht

Umgestaltung des Nöldnerplatzes

Der Nöldnerplatz liegt im Übergangsbereich zwischen Innenstadt und Stadtrand, abgetrennt durch weiträumige Bahnanlagen, die im Norden und Westen direkt an den Platz stossen. Die Fläche ist im Norden begrenzt durch den Archibald-Wege, im Westen durch die Bahndämme der S- und Fernbahn, im Süden durch die Max-Taut-Schule, im Südosten durch die Fischerstraße und im Nordosten durch die Lückstraße. Vor der Umgestaltung war der Platz mit seinen großen Grünflächen und alten Bäumen gepägt von starkem Durchgangsverkehr und einer geringen Aufenthaltsqualität. Auch die Lichtverhältnisse an diesem von Fußgängern stark genutzten Knotenpunkt waren nicht angemessen.

Mit dem Umbau wird ein Gelände mit neuen Nutzungsmöglichkeiten für verschiedene Altersgruppen geschaffen. Der von Max Taut entworfene, kulturhistorisch bedeutsame Schulbau erhält wieder ein angemessenes städtebauliches Umfeld.

Der Durchgangsverkehr wurde durch eine Einengung der Lückstraße eingeschränkt. Auf dem Platz wurden neue Leuchten installiert. Der Baumbestand blieb weitgehend unangetastet und wird teilweise ergänzt.

Im Zentrum entstand im ersten Bauabschnitt ein "Platz im Platz", der sich für Veranstaltungen nutzen lässt. Die Fläche ist mit großformatigen Betonplatten mit Natursteinvorsatz, Gehwegplatten und Mosaikpflaster befestigt. Die vorhandenen Linden wurden mit Baumscheiben-Gittern in die Platzfläche integriert. Die angrenzende Rasenfläche wurde mit zwei erhöht liegenden Rasenpodesten strukturiert. Die in die Einfassung eingelassenen Bänke sind zu einem beliebten Treffpunkt geworden.

Im 2. Bauabschnitt wurde ein Spielhain für Familien mit kleineren Kindern und für sogenannte Lückekinder (zwischen 8 und 12 Jahre) neu gebaut. Schlangenförmig winden sich befestigte Wege um die einzelnen Spielgeräte. Die Ideen für diese Spielskulpturen entstanden auf einem Workshop mit Kindern der Umgebung. Für die Größeren gibt es ein Ballspielfeld, eine Skate-Anlage und Tischtennisplatten.

Die Rasenfläche zwischen Nöldnerstraße und Schlichtallee mit ihrem Platanenbestand wurde lediglich mit Basaltpflasterstreifen gerahmt. Vor der benachbarten Ausländerbehörde bilden in den Beton eingelassene Holzsitzflächen eine weitere Ruheoase. Von der Straße sind sie durch mittelhoch wachsende Strauchpflanzungen abgeschirmt. Einige Gehölze mussten hier entfernt werden, um das Gebäude großzügig in die neue Gestaltung einzubeziehen.

Noch bis 2009 wurde in Bauabschnitt 4 die Kreuzung zwischen Nöldnerstraße und den drei einmündenden Straße Nöldner- und Fischerstraße sowie der Schlichtallee komplett umgebaut. Außerdem wurden die Gehwege der Fischerstraße vom Oberstufenzentrum Max-Taut-Schule zur Sportanlage hergerichtet.

Ab Sommer 2009 erfolgte der Umbau des Vorplatzes der Schule, deren Aula für Kulturveranstaltungen genutzt wird. Dieser Nutzung wurde mit der Herrichtung des Vorplatzes Rechnung getragen.

Mehr zum Vorplatz der Max-Taut-Schule

Text: R. Friedrich, A. Stahl, Fotos: A.Stahl, Quelle: Weidinger Landschaftsarchitekten, M+O Berlin

Ansprechpartner

Schmitz, Werner
Bezirksamt Lichtenberg, Abt. Stadtentwicklung, Fachbereich Stadtplanung
Stapl F
Alt-Friedrichsfelde 60 Haus 2, 12.-13. Etage
10315 Berlin
Tel: (030) 90296 6469
Fax: (030) 90296 6409
E-Mail: werner.schmitz[at]lichtenberg.berlin[.]de
Weidinger, Jürgen
Weidinger Landschaftsarchitekten
Wilhelmstraße 118
10963 Berlin
Tel: (030) 288 86 48 - 41
E-Mail: weidinger[at]weidingerlandschaftsarchitekten[.]de
Web: www.weidingerlandschaftsarchitekten.de
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