Letztes Stadtumbau-Projekt der DEGEWO in Marzahn übergeben

Januar 2010
Nördlicher Teil der Ringkolonnaden wurde saniert

Der Giebel mit neuem Wandbild

In der Mehrower Allee 46 wurde am 27. Januar der nördliche Teil der Ringkolonnaden nach einer umfangreichen Sanierung an die Mieter übergeben. Frank Bielka, degewo-Vorstandsmitglied, und Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle übergaben symbolisch den Schlüssel in Form einer „Schlüsseltorte“ an den Mieter Rudolf May (86).

In dem Gebäude - früher ein 8-Geschosser - sind durch einen Teilrückbau auf 3 bis 5 Etagen 50 moderne und behindertenfreundliche Wohnungen entstanden. Außerdem werden zukünftig zwei Wohneinheiten mit 13 Zimmern als Senioren-WG zur Betreuung von Demenzkranken genutzt. Die Erdgeschosswohnungen verfügen über Mietergärten. Die Wohnungen sind begehrt - 37 Mietverträge sind bereits unterzeichnet, weitere zehn Reservierungen liegen vor.

Vier Millionen Euro hat das Wohnungsunternehmen degewo in die Wohnanlage Mehrower Allee 38 – 46 investiert, finanziert aus dem Programm Stadtumbau Ost. Ursprünglich sollte das Gebäude komplett abgerissen werden - eine Bürgerinitiative war mit ihren Protesten erfolgreich, nachdem auch das Bezirksamt den Plänen der degewo nicht zustimmen wollte. „Unser Streit hat sich gelohnt, gemeinsam ist es uns nun gelungen, den Baukörper zu erhalten und die guten Erfahrungen mit den Ahrensfelder Terrassen auszubauen“, so die Bezirksbürgermeisterin.

Insgesamt hat die degewo in Marzahn seit November 2002 rund 3.500 Wohnungen abgerissen sowie 1.160 umgebaut und aufgewertet.

"Marzahn ist heute moderner, attraktiver und anziehender als je zuvor“, sagte degewo-Vorstandsmitglied Frank Bielka. Dass Marzahn durch das Engagement der degewo und den Stadtumbau Ost deutlich attraktiver und auch für junge Familien wieder anziehend ist, lässt sich unter anderem daran ablesen, dass der Bezirk erstmals seit 1995 wieder steigende Geburtenzahlen vermelden kann. Eine stärkere Nachfrage nach Wohnraum in Marzahn kann auch die degewo bestätigen. Der Leerstand im Marzahner Bestand des Unternehmens sank von 14,9 Prozent (November 2002) auf aktuell 5,9 Prozent (Dezember 2009).

Endgültig abgeschlossen sind die Stadtumbau Ost-Projekte der degewo im Frühjahr 2010, wenn auch die Außenanlagen fertig gestellt sein werden. Dann sind in Marzahn seit November 2002 insgesamt 61 Millionen Euro von privater und öffentlicher Seite aufgewendet worden, um das Wohnquartier zu stabilisieren und zu entwickeln.



Von: Quelle: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Bearbeitung u. Foto: A. Stahl

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