Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller kündigt Aktionsprogramm zur klimaneutralen Stadt an

Januar 2012
Grundsatzrede beim Neujahrsempfang der Berliner Energieagentur im Deutschen Technikmuseum

Berlin will bis 2050 klimaneutrale Stadt sein. Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller hat beim Neujahrsempfang der Berliner Energieagentur (BEA) am 23. Januar 2011 im Deutschen Technikmuseum ein Aktionsprogramm des Senates zur weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen angekündigt. Grundlage dafür soll ein überarbeitetes und an die Rahmenbedingungen der "Energiewende" angepasstes Energiekonzept sein.

"Um die CO2-Emissionen langfristig auf Null absenken zu können, müssen wir bei der Reduzierung der Treibhausgase einen erkennbaren und stabilen Trend schaffen", sagt Müller vor rund 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft.

Einige Maßnahmen kündigte Müller bereits jetzt an. Für die rund 8.000 öffentlichen Gebäude in Berlin will das Land Berlin ein Energiemanagementsystem auf den Weg bringen, um den Wärme- und Stromverbrauch zu reduzieren. Außerdem sollen die "Berliner Energiesparpartnerschaften" mit derzeit über 1.300 energieeffizient bewirtschafteten öffentlichen Gebäuden weiterentwickelt werden. Künftig werden Maßnahmen zur Wärmedämmung und zum Einsatz erneuerbarer Energien in dieses Modell integriert. Auf öffentlichen Dächern werden mehr Solaranlagen als bisher zum Einsatz kommen. Außerdem will Berlin als bundesweit anerkannte Modellstadt der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) mehr Blockheizkraftwerke (BHKW) - teilweise unter Nutzung nachwachsender Rohstoffe - installieren lassen. In Zusammenarbeit mit Brandenburg will Berlin zukünftig mehr grünen Strom aus Windkraft-, Solar- und Biogasanlagen aus dem Umland importieren und umgekehrt als Speicher und Lastreserve für überschüssigen Strom aus dem Nachbarland fungieren.

Auch der Stadtumbau leistet in Berlin bereits jetzt einen großen Beitrag zum Klimaschutz, wie es im überarbeiteten Baugesetzbuch gefordert wird (vgl. Meldung zum 4. Fachforum "Klimagerechte Stadtteilentwicklung als neue Aufgabe des Stadtumbaus"). So wurden und werden dazu viele Einzelmaßnahmen realisiert. Für Moabit West wird derzeit mit Mitteln des Stadtumbaus West das Stadtteilentwicklungskonzept Green Moabit erarbeitet. Auch im neuen Fördergebiet des Stadtumbaus Ost - Frankfurter Allee Nord - wird die Erarbeitung eines Integrierten Energetischen Stadtteilkonzepts vorbereitet (Informationen zum Gebiet Frankfurter Allee Nord).



Von: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, bearb. A. Stahl

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