Der Helene-Weigel-Platz am S-Bahnhof Springpfuhl - von den Marzahnern gern "Heli" genannt - ist einer der wichtigsten und schönsten Plätze des Bezirks. Er ist Einkaufs- und Verwaltungszentrum; auch Wohnhochhäuser stehen hier. Der Platz mit dem "Brunnen der Generationen" im Zentrum erstreckt sich vom S-Bahn-Zugang im Westen bis zum alten Rathaus im Osten und von den Springpfuhlpassagen im Süden bis zur Volksbank im Norden. Gebaut wurde er Ende der 70er Jahre als Teil des Zentrums Springpfuhl. Heute steht er unter Denkmalschutz.
Doch mit den Jahren hatte das Pflaster Risse bekommen. Durch den ständigen Marktbetrieb und viele Neubauten an den Rändern war der Platz insgesamt überholungsbedürftig. Die Veränderungen rund um den Platz mit dem neuen Dienstleistungszentrum sollten sich in der Erneuerung widerspiegeln - sein altes Gesicht sollte aber erhalten bleiben, so wünschten es sich Anwohner und die Gewerbegemeinschaft "Springpfuhl e.V.". Die einheitliche Ausstattung des gesamten Helene-Weigel-Platzes war ein Schwerpunkt der Planung.
Im Oktober 2003 begannen die Arbeiten mit der Reparatur der schadhaften Bereiche des Pflasters. Die Baumaßnahmen wurden schrittweise von West nach Ost fortgeführt, um den Platz auch während der Bauzeit nutzbar zu halten. Im Frühjahr 2008 wurde der größte Teil, und mit dem Brunnenplatz auch das "Herzstück", fertig gestellt.
Der achteckige Brunnenplatz sowie die Brunnen- und Treppenanlage sind in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben. Die Beläge des Platzes wurden "nach alter Rezeptur" neu angefertigt. Die das Oktogon begrenzende Sitzmauer ist ebenfalls in der ursprünglichen Form erneuert worden. Das Material ist heute allerdings ein Klinker, der gut zu den Fassaden der angrenzenden Gebäude passt. Leuchten, Bänke, Poller und Geländer sind nun ebenfalls einheitlich gestaltet. Als Zeichen der Erneuerung hat der Schöpfer der Bronzefiguren am Brunnen, Rolf Biebl, die Stellung des Motorrades auf dem Platz verändert.
Ab September 2008 wurde auch die Fläche vor dem Jugendclub "SpringPfuhlHaus" umgestaltet. Sitzecken mit Sonnenschirmen laden zum Klönen. Eine kleine Basketballfläche erlaubt das Üben von Korbwürfen. Das Logo des "Spring" auf dem Pflaster weist den Weg zum Eingang des Clubs.
Für den Standort des ehemaligen Kaisers-Marktes hatte sich 2008 ein Investor gefunden. Die Bauarbeiten wurden daher bis an den Rand dieses Bereiches geführt.
2010 wurde die Wegeverbindung zur Hauptverkehrsader Märkische Allee erneuert.
Im 7. und letzten Bauabschnitt wurde bis Anfang 2011 der südliche Bereich vor dem neu entstehenden Einkaufszentrum umgestaltet. Entsprechend dem Gestaltungskonzept des gesamten Platzes wechseln sich befestigte und begrünte Flächen ab. Am 26. April 2011 wurde die erweiterte Platzfläche durch Bezirksbürgermeisterin Dagmar Pohle und Verterter der TLG Immobilien übergeben.
Text: A. Stahl, Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Foto: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf