Radfahrer auf Straße
Die neue Schwedter Straße

Auftraggeber: Bezirksamt Pankow von Berlin, Tiefbauamt

Bauherr/Projektsteuerung: S.T.E.R.N. GmbH

Planung & Bauleitung: Büro Grebner Ruchay

Finanzierung (Förderprogramme etc.):

Programm Stadtumbau Ost PJ 2003,

Programm Soziale Stadt (2002 und 2003),

private Mittel (Aldi)

Gesamtbaukosten: ca. 880.000 EURO , davon 35 % durch Stadtumbau Ost

Realisierungszeitraum: 2003 - 2005 

Projektdokumentation:

aktuellabgeschlossen
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Ausbau Schwedter Straße / Nordabschnitt

Eine neue Fahrbahn mit glattem Belag und gleichzeitig Maßnahmen zur Verkehrberuhigung: Der Umbau der nördlichen Schwedter Straße im Quartiersmanagement-Gebiet Falkplatz sollte Autofahrern und Anwohnern gerecht werden.

Würden Sie gern über eine enge Holperstraße zu "Ihrem" Supermarkt einkaufen fahren? Wahrscheinlich nicht. Also musste die Straße neu geteert und verbreitert werden.

Aber würden Sie gern plötzlich an einer Zufahrtsstraße zu einem Großmarkt wohnen, über die täglich eine Schlange von Einkäufern und Zulieferern braust? Wahrscheinlich auch nicht.

In genau diesem Dilemma bewegte sich der Ausbau der nördlichen Schwedter Straße im Pankower Gleimviertel zwischen Gleimstraße und Schwedter Steg: Die Bürgerinitiative "Keine Aldi-Straße" (BI KAS) stand Planungen und Wünschen von Bezirksamt und Marktbetreiber sehr kritisch gegenüber. Aus zahlreichen Abstimmungs-Runden ging schließlich eine Umbau-Planung hervor, die den Wünschen aller Teilnehmer gerecht werden sollte:

So wurde unter anderem eine neue Fahrbahn, finanziert durch den Projektentwickler für den Aldi-Markt, verlegt. Verbreiterte Gehwege und im Zickzack angelegte Fahrbahneinengungen bremsen "Raser" jedoch ebenso aus wie die relativ geringe Straßenbreite und die Aufpflasterung an der Gleimstraße.

Die östlich auf die Schwedter Straße führenden Straßen (Kopenhagener und Korsörer Straße) wurden mit herausnehmbaren Pollern und Wendekreisen abgekoppelt, um den Verkehr von den Wohngebieten fernzuhalten und dieses Teilstück der Schwedter Straße zu einer fußgänger- und fahrradfreundlichen Anliegerstraße zu machen.

Eine neue Baumreihe und die Wiederverwendung der alten Pflastersteine und Granitborde gestalten das Straßenumfeld attraktiv. Vor der Gebäudezeile wurden Vorgärten angelegt und mit Klinkermauern eingefasst. Dabei wurde  das Material der gegenüberliegenden Einfassungsmauer des früheren Bahngeländes wieder aufgenommen. Die Straßenbeleuchtung mit den eng an den Wohnhäusern stehenden Masten blieb als letztes Rudiment der ehemaligen Grenzanlagen erhalten.

Mit der Fahrradstraße wird zudem ein weiteres Teilstück des Radfernweges Berlin Usedom fertig gestellt.

Seit dem 9. Juni 2005 haben die Bewohner freie Fahrt auf dem neuen Straßenabschnitt.

Quelle: S.T.E.R.N., Text: S. Wolkenhauer, bearb. A. Stahl, Foto: Philipp Schumann / S.T.E.R.N. GmbH

Ansprechpartner

Beuge, Jörg
Bezirksamt Pankow, Abt. Stadtentwicklung, Tiefbau- und Landschaftsplanungsamt
Darßer Str. 203
13088 Berlin - Weißensee
Tel: (030) 90295 8619
E-Mail: joerg.beuge[at]ba-pankow.verwalt-berlin[.]de
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