1 bearbeiteter glatter Stein neben vielen Findlingen
Interessante Ansichten mitten im Wohnviertel
Auftraggeber: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin

Bauherr/Projektsteuerung: Bezirksamt Lichtenberg, Amt für Natur und Umwelt

Finanzierung (Förderprogramme etc.): Stadtumbau Ost

Gesamtbaukosten: 205.000 EURO

Realisierungszeitraum: Oktober 2008 - Mai 2009

Nutzfläche: 9000 qm

Projektdokumentation:

aktuellabgeschlossen
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Blockpark zwischen Lückstraße und Fischerstraße

Der überarbeitete Blockpark liegt im Blockinnenbereich zwischen der Lück- und der Fischerstraße im Friedrichsfelder Weitlingkiez. Im Westen schließen sich Klein- und Hausgärten an. Im Osten werden über den Blockpark eine Kleingartenanlage und ein neuer Sportkomplex erreicht.

Das ehemalige Feuchtgebiet (mit Pfuhl) wurde bis Ende der 80er Jahre als Schulgarten genutzt. 2000/2001 wurde der Blockpark in einfacher, naturnaher Form als öffentliche Freifläche mit Bolzplatz, Findlingen sowie Baum- und Ziergehölzpflanzungen hergerichtet. Die Überarbeitung schafft vielfältige neue Nutzungsmöglichkeiten.

Der neue angelegte dominante Diagonalweg mit Asphaltdecke verklammert anstellte des alten Trampelpfades die neuen Eingänge Lück- und Fischerstraße und macht die den Block querende Verbindungsfunktion des Parks deutlich.
Gleichzeitig gliedert die Diagonale den Park in drei unterschiedliche Sphären: Das vorhandene Wäldchen und die Wiese im Westen, sowie das neu geschaffene Gräserfeld im Osten. Eingebettet in das Grasfeld sind die Wegeanbindungen zur Kleingarten- und zur Sportanlage im Osten.

"Inseln"

Innerhalb der drei Sphären wurden fünf „Inseln“ definiert. Sie bilden halb abgeschlossene Räume, die Rückendeckung und Schutz geben, die aber dennoch Beziehungen zum Gesamtpark eingehen. Jede dieser Inseln nimmt eine Nutzung auf und entwickelt eine eigene Atmosphäre. Jede Insel ist mit einem signifikanten Sitzblock (der so genannten „Amöbe“) als wiederkehrendem Element ausgestattet.

Das Rasenfeld kann als informelles Spielfeld oder als Sitzlandschaft dienen.
Eine weitere Sitzlandschaft - das Steinfeld - wird aus den 25 vorhandenen Findlingen des Wiesenbereiches gebildet. Diese "Insel" kann als Gruppentreff oder auch als Grill-  bzw. Feuerplatz genutzt werden. Die Findlinge liegen in einer Schotterfläche. Hohe Gräser bilden dienen als Sichtschutz.
Der Kirschgarten ist ein leicht erhöhter Rasenplatz mit Zierkirschen. Die dort angeordneten Hüpfplatten auf Sprungfedern lassen die Baumkronen immer in unterschiedlichen Perspektiven erscheinen. Die vorhandene Umpflanzung gibt der Insel einen intimen Charakter.
Mit einer Großschaukel kann man auf dem Schaukelfeld scheinbar bis über die Baumwipfel gelangen und den Blick in den Sonnenuntergang genießen.

Wegebeziehungen

Die Parkeingänge an den Straßenräumen wurden mit zeichenhaften Pergolenelementen in der Art riesiger Tore gestaltet. Unter Einbeziehung des Grundstücks Lückstraße 15 entstand im Norden ein schmales Platzband mit einer Fortsetzung des Pergolenmotives. Zwischen den Rankelementen werden Flächen zum Boulespielen oder als Open-Air-Galerie der Sprayer aus dem Jugendclub eingerichtet. Das Platzband endet mit dem Zugangstor zur neu gestalteten Freianlage der Jugendfreizeitstätte.


Abgesehen von der Diagonale sind die Wege sind als wassergebundene Decken mit einer Stahleinfassung ausgebildet, die mit dem Asphaltbelag des Hauptweges korrespondieren. Im Bereich eines schmalen Rundweges kommt Naturstein zum Einsatz.

Pflanzen

Im Bereich des Wäldchens wird der wertvolle Altbaumbestand durch Entnahme von Strauch- und Sämlingsbewuchs freigestellt und stärker inszeniert. Die Fläche wird zugänglich und erlebbar. Durch die Stämme hindurch entstehen neue Blickbeziehungen.

Die Wiese als Offenraum des Parks erhält durch die Entnahme einiger Baumneupflanzungen mehr Großzügigkeit und ist offen nutzbar. Das Gräserfeld wird durch eine rahmende Gehölzkulisse bestimmt. Neupflanzungen ergänzen den Rahmen und Solitäre setzen Akzente auf den Inseln.

Der Blockpark wurde im Mai 2009 fertig gestellt.

Quelle: sinai. Faust. Schroll. Schwarz. Freiraumplanung + Projektsteuerung GmbH, bearb. A. Stahl, Foto: M. Hartung, Bezirksamt Lichtenberg

Ansprechpartner

Otto, Martin
Amt für Umwelt und Natur, Bezirksamt Lichtenberg
Alt-Friedrichsfelde 60
10315 Berlin
Tel: (030) 90296 6381
E-Mail: martin.otto[at]lichtenberg.berlin[.]de
Schmitz, Werner
Bezirksamt Lichtenberg Abt. Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr Amt für Planen und Vermessen
Fachbereich Stadtplanung Stapl F
Alt-Friedrichsfelde 60 Haus 2, 12.-13. Etage
10315 Berlin
Tel: (030) 90296 6469
Fax: (030) 90296 6409
E-Mail: werner.schmitz[at]lichtenberg.berlin[.]de

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