Derzeit besteht kein Sportflächenangebot für Skater und BMX-Fahrer im Märkischen Viertel. Als eine beliebte Ausweichfläche hat sich der Brunnen vor dem Fontane-Haus für diese Zwecke etabliert, was vielfach zu Nutzungs- und Lärmkonflikten führt. Die BMX-Bahn am Senftenberger Ring 25a, die von einigen Jugendgruppen sehr gut angenommen wurde, musste im Zuge der Schulerweiterung der Chamisso-Grundschule aufgegeben werden. Für diese Jugendlichen sollten Ersatzangebote geschaffen und Ausweichstandorte im Märkischen Viertel angeboten werden.
Durch die Schaffung der erforderlichen und nutzeradäquaten Sportflächen für die Skater und BMX-Fahrer wird das vorhandene Angebot für Kinder und Jugendliche bedarfsgerecht angepasst und die Aufenthaltsqualität auf den anderen öffentlichen Plätzen durch die Abnahme der Skater und BMX-Fahrer verbessert. Mit den Planungen ist das Büro Stephan Wallmann-Landschaftsarchitektur beauftragt worden.
Durch den Bezirk Reinickendorf wird derzeit im Rahmen des Stadtumbaus West eine neue BMX-Bahn im Märkischen Viertel geschaffen, deren Standort sich am südlichen Hang des Rodelberges, nördlich angrenzend zur Thomas-Mann-Oberschule befindet. Um eine bedarfsgerechte und nutzeradäquate Sportfläche zu erhalten, war die Einbindung der jugendlichen Biker aus dem Märkischen Viertel bereits mit Beginn des Projektes wichtig. Die vom Reinickendorfer Landschaftsarchitekten Stefan Wallmann entwickelte Planung wurde zusammen mit den Jugendlichen als künftige Nutzer in Workshops intensiv abgestimmt und weiterentwickelt, so dass die BMX-Bahn unterschiedliche Schwierigkeitsgrade aufweist und so gebaut ist, dass das Rodeln im Winter nicht beeinträchtigt wird.
Mit den ersten Baumaßnahmen wurde Ende September begonnen, um die Fläche für den neuen Trail herzurichten. Am 5.11.2011 und 12.11.2011 beteiligte sich mit viel Engagement eine Gruppe von 11- bis 17-jährigen Jugendlichen mit Schaufeln und Fahrrädern an der Modellierung der neuen BMX-Bahn. Neben Wellen und Tables wurden Doubles unterschiedlicher Länge und Höhe eingebaut, die sowohl den fortgeschrittenen Fahrern als auch den BMX-Anfängern viel Spaß und jede Menge Action bieten werden.
Alle Biker sind nun herzlich eingeladen, die neue BMX-Bahn zu nutzen.
Die Skater des Märkischen Viertels nutzen derzeit die Fläche vor dem Fontane-Haus zum Skaten, was zu einer hohen Lärmbelästigung der Nutzer und Mitarbeiter des Fontane-Hauses führt. Darüber hinaus bestehen Planungen zum Umgestaltung des Einganges und des Vorplatzes des Fontane-Haus. Aus diesen Gründen soll ein neuer Skatepark eine attraktivere Alternative bieten. Er soll südlich des Packereigrabens am nördlichen Ausgang der Märkischen Zeile entstehen. Seine Planung wird durch die Landschaftsarchitekten des Büros Wallmann ausgearbeitet. Auch hier ist die Mitwirkung der Jugendlichen sehr wichtig, damit der neue Standort gut angenommen wird.
Am 21.01.2012 fand ein Workshop für die Gestaltung der zukünftigen Skate-Plaza statt. Der vorliegende Bauentwurf war bereits im Vorhinein intensiv im Internet diskutiert worden und fand grundsätzliche Zustimmung. Die Dikussion rund um die Gestaltung der neuen Skate-Plaza wurde in zwei weiteren Workshops zusammen mit den Skatern fortgeführt.
Die jugendlichen Skater, viele von Ihnen langjährig vor dem Fontane-Haus aktiv, hatten weitere Ideen zur Gestaltung der Anlage und zur Auswahl der Skateelemente, die sich von anderen Skate-Parks abheben sollen. Ein wichtiges Anliegen war ihnen - neben den sportlichen Ansprüchen-, dass es ein schöner Platz wird, der niemanden stört. Da allseits gewünscht wird, dass die Skate-Plaza zukünftig als Ersatz für den Vorplatz des Fontane-Hauses angenommen wird, sollten möglichst Elemente von dort, wie z.B. einige Stein-Platten oder die Form des dortigen Treppen-Handlaufs in die neue Anlage integriert werden. Diese und viele weitere Ideen werden nun in die Planung eingearbeitet, so dass ein attraktiver und individueller Platz für Skater im Märkischen Viertel entsteht, der auch die Bewohner/innen zum Zuschauen und Verweilen einlädt.
Die neue Skate-Plaza soll noch 2012 umgesetzt werden.
B. Hunkenschroer, D. Kuhnert, S.T.E.R.N. GmbH; Fotos: Büro Wallmann; S.T.E.R.N. GmbH