Stadtumbau Berlin Ost und West  

 

Stadtumbau Ost und West

Außenanlagen der Martin-Buber-OS und der Grundschule im Beerwinkel - Campus im Spektefeld


Planungsziele

Die Martin-Buber-Oberschule und die Grundschule im Beerwinkel liegen im Wohngebiet "Falkenhagener Feld West" des Bezirks Spandau. Gebäude und Freiflächen wurden in den 1960er Jahren errichtet und wiesen vor Projektbeginn aufgrund ihres Alters funktionale und gestalterische Mängel auf. Im Rahmen des städtebaulichen Förderprogramms Stadtumbau West lässt das Bezirksamt Spandau für die Außenanlagen der beiden Schulen eine Neugestaltung durchführen.

Mit der Maßnahme werden die Aufenthaltsqualität verbessert und die Freianlagen den heutigen Bedürfnissen der verschiedenen Altersgruppen angepasst. Die Planung wurde intensiv mit den LehrerInnen und SchülerInnen abgestimmt. So beteiligten sich die Nutzer an der Auswahl des planenden Landschaftsarchitekturbüros, machten Exkursionen zu Best-Practice-Beispielen und führten mehrere Planungswerkstätten durch (vgl. Projekt "Planung und Beteiligung zur Neugestaltung der Außenanlagen der Martin-Buber-Oberschule und der Grundschule im Beerwinkel"). 

Zusammen mit weiteren im Rahmen des Stadtumbaus neu gebauten und qualifizierten Infrastruktureinrichtungen (Mehrgenerationenhaus, Sport- und Begegnungsstätte) ist ein Ort mit einer Vielzahl von Angeboten entstanden. Die am Anfang des Stadtumbaus entwickelte Idee eines "Bildungs- und Sportcampus Spektefeld" wurde damit kontinuierlich weiterverfolgt und um Freizeit- und Kulturangebote ergänzt.

Bauabschnitte

Die Umsetzung des Gesamtvorhabens mit der vollständigen Neugestaltung der Freianlagen wurde in Bauabschnitte gegliedert.

2009 wurden bereits Teile der Schulhofflächen aus Mitteln des Programms "Soziale Stadt" umgestaltet. Der Schulhof der ehemaligen Sonderschule, der inzwischen als zentraler Platz in der Verbindung zwischen den beiden Schulgebäuden der Oberschule fungiert, wurde zu einem Brunnenplatz umgestaltet. Im nordwestlichen Schulhofteil ist ein Schulgarten entstanden.

Im Jahr 2010 wurden zwei weitere Teilbereiche mit zusammen 4.600 Quadratmetern Fläche baulich umgesetzt: Dies sind der westliche Schulhofteil der Martin-Buber-Oberschule mit dem Eingangsbereich zur Cafeteria und der Vorgarten der Grundschule an der Straße Im Spektefeld.

2011 werden in einem 3. Bauabschnitt ergänzende Teilbereiche realisiert. Dazu zählt der restliche Schulhof der Grundschule sowie ein Schulhofteilstück der Martin-Buber-Oberschule zwischen Schulgebäude und Sporthalle. Die 2010 begonnenen Sanierungsmaßnahmen an der Sporthalle werden im Außenbereich im Spätsommer 2011 beendet.

1. und 2. Bauabschnitt 2010

Grundschule im Beerwinkel, Vorgarten

Der Vorgarten der Grundschule an der Straße Im Spektefeld erhielt eine großzügige Neugestaltung als Zugangsbereich. Hierfür waren trennende Zäune zu demontieren und die Strauchpflanzungen und Rasenflächen zu verändern. Auf der Rasenfläche wurden Spielangebote angeordnet. Tisch-Bank-Kombinationen auf mit Naturstein befestigten Flächen dienen den Kindern jetzt als ruhige Aufenthaltsräume. Störende Müllcontainer verschwanden in einer Ecke des Vorgartens hinter Neupflanzungen.

Martin-Buber-Oberschule, westlicher Schulhof und Eingangsbereich Caféteria

In Weiterführung des 2009 fertiggestellten Brunnenplatzes wurde das alle Schulhofbereiche verbindende Wegenetz komplettiert und die Zufahrt An der Felgenlake mit Pflasterklinkern befestigt. Die Caféteria / Mensa erhielt am Eingang einen kleinen Sitzbereich.

Auf dem rückwärtigen Schulhof entstanden neue Wege, Strauchpflanzungen und ein begrünter Hügel mit einer Sitzmauer. Im ehemaligen Schulgarten wurde eine große mit Sträuchern eingefasste und mit Obstbäumen bestandene Rasenfläche angelegt.

Im südlichen Innenhof des Schulgebäudes entstand ein Skulpturengarten, in dem von SchülerInnen gestaltete Objekte ausgestellt werden.

3. Bauabschnitt 2011

Grundschule im Beerwinkel, Fertigstellung des Schulhofs

Der östliche Teil des Schulhofes der Grundschule wird im Duktus der bereits durchgeführten Umgestaltungen als ökologische und naturnahe Spiellandschaft fortgeführt. Mit niedrigen Sockelmauern eingefasste und
bepflanzte Hügel sind von gelben Klinkerwegen umgeben. Im nördlichen Bereich wird eine Rückzugsmöglichkeit für Hortkinder realisiert, die aus einem kleinen Sitztheater mit Granitborden, einer Baumbank und einer Rasenfläche besteht. Der Verbindungsweg zwischen Schulhof und Mensa mit zwei Sitznischen bleibt erhalten und wird in die Planung integriert.

Am Hortgebäude wird im Zuge einer Hochbaumaßnahme zur Zeit in der Südwestecke eine Fluchttreppe als zweiter Rettungsweg angebaut. Davor ist eine kleine Platzfläche aus Rasenklinkern mit zwei Tischtennisplatten vorgesehen. Im Osten wird die Fläche des Schulhofes geringfügig erweitert. Hier wird ein multifunktionales Ballspielfeld mit Kunststoffbeschichtung integriert. Von Osten ist außerdem eine Zufahrt für Pflegefahrzeuge vorgesehen.

Südlich des Hortgebäudes entsteht ein Beachvolleyballfeld, das mit bepflanzten Hügeln eingefasst ist. Dahinter befindet sich ein Sandspielbereich mit Klettergerät und im Anschluss ein Verbindungsweg östlich der Sporthalle zum Schulhof der Oberschule.

Martin-Buber-Oberschule, Schulhof zwischen Sporthalle und Oberschule

Dieses Teilstück bildet eine Verbindung zwischen der Mittelachse und dem südöstlich gelegenen Hauptschulhof der Oberschule. Dort ist ein begrünter  Aufenthaltsbereich vorgesehen. Eine mittige Platzfläche mit Rasenklinkern wird durch Hochbeete begrenzt, die mit Sockelmauern aus Klinker eingefasst und mit Sträuchern begrünt sind. In der Platzfläche werden die vorhandenen Bäume zu einem Baumraster ergänzt und mit Holzsitzplateaus versehen. Die Hauptverbindungswege werden in gelbem Klinker gepflastert.

4. Bauabschnitt 2012

Im 4. Bauabschnitt 2012 werden die Mittelachse als zentraler Erschließungsweg mit den  Hauptzugangsbereichen der beiden Schulen sowie der südöstliche Schulhofteil der Martin-Buber-Oberschule realisiert.  

Der Hauptverbindungsweg wird entlang der baumbestandenen Mittelachse als Promenade gestaltet. Sie wird mit gelbem Klinker gepflastert und durch ein seitliches anthrazitfarbenes Pflasterband linear strukturiert. Zwischen dem Weg und den beiden Schulgebäuden sind Beete und Sitzbereiche angeordnet.  

Um die Linearität der Schulpromenade zu betonen werden in regelmäßigen Abständen Bänke und Schüler-Kunstprojekte platziert. Im Eingangsbereich an der Straße Im Spektefeld entsteht ein öffentlicher Vorplatz mit Hockerbänken. Aufenthaltszonen mit Rasenklinkern, Spielbereiche und wichtige Wegegabelungen werden mit Sockelmauern aus Klinker (rot, gelb, anthrazit) eingefasst und mit Strauchpflanzungen begrünt.  
 
Der südöstliche Schulhofteil der Martin-Buber-Oberschule wird im Duktus der vorangegangenen Planung fortgeführt. Der Hauptverbindungsweg wird mit gelbem Klinkerpflaster gepflastert. Die derzeitig ungünstige Eingangssituation wird durch eine Terrasse verbessert und durch eine langgezogene Rampe behindertengerecht gestaltet. Ein zentraler Sitz-  und Aufenthaltsbereich mit Rasenklinkern wird durch Klinkersockelmauern eingefasst und mit modellierten Pflanzflächen begrünt. Lümmelpodeste bieten die Möglichkeit zum Verweilen. Südlich des Schulgebäudes ist eine notwendige Feuerwehraufstellfläche in Schotterrasen vorgesehen.

Text: Teichmann LandschaftsArchitekten, Planergemeinschaft Dubach Kohlbrenner, bearb. A. Stahl, Foto: Teichmann LandschaftsArchitekten
Kinder auf einem Sandhügel mit Pumpe und Feldsteinen
Der neue Wasserspielplatz

Informationen

Im Spektefeld 33, 13589 Berlin
Bauherr: Bezirksamt Spandau
Gebiets- und Projektsteuerung:
Bezirksamt Spandau - Stadtplanungsamt,
Planergemeinschaft Dubach, Kohlbrenner
Entwurfsverfasser: Teichmann LandschaftsArchitekten
Finanzierung: Stadtumbau West, 1. BA: 484.000 EUR, 2. BA: 260.000 EUR
Realisierungszeitraum: 1. BA: 2009, 2. BA: 2010, 3. BA: August bis November 2011
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AktuellAbgeschlossen

Fördergebiete & Projekte

Ansprechpartner

Neunherz, Petra
Bezirksamt Spandau von Berlin
Tel: (030) 90279-3566
Spender, Dirk
Planergemeinschaft
Tel: (030) 88 59 14 65
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Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
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Telefonzentrale: 030 90139-3000 / Berliner Behördenrufnummer: 115

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