Das Fördergebiet Fennpfuhl

Fennpfuhl im Herbst, im Hintergrund Hochhaus
Blick über den Fennpfuhl zum Anton-Saefkow-Platz

Zentrum des Ortsteils ist das "Wohnquartier am Fennpfuhl" mit dem Anton-Saefkow-Platz. Von 1970 bis 1986 entstanden hier 15.518 Wohnungen.
Die Bewohner - viele aus der Generation der Erstbezieher - schätzen die unmittelbare Nachbarschaft des Fennpfuhlparks. Bis in die 70er Jahre gab es hier neben dem namensgebenden Fennpfuhl außerdem den Langpfuhl. Das Alter beider Seen wird auf etwa 20.000 Jahre geschätzt.

Obwohl die innerstädtische Lage mit günstiger Verkehrsanbindung per Bus, Tram und S-Bahn sowie die umfangreiche Aufwertung der Wohnungen und des Wohnumfeldes für den Standort sprechen, standen 2001 etwa 6,5 Prozent der Wohnungen leer, in einigen Bereichen sogar 10 Prozent.

Viele Schulen und Kindertagesstätten befanden sich in einem schlechten baulichen Zustand: Öffentliche Einrichtungen blieben ungenutzt, weil sich die Bedürfnisse der älter werdenden Bevölkerung änderten. Ein struktureller Wandel war deshalb geboten.

Informationen

Stadtumbau-Programm: Ost

Fläche: ca. 300 ha

Wohnungen: ca. 26.000 (Stand: 2008)

Einwohner: ca. 44.700 (Stand: 2008)

Dokumentation des Fördergebiets:

Übersichtsplan

aktuellabgeschlossenRückbau soziale Infrastruktur: aktuellRückbau soziale Infrastruktur: abgeschlossen
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Ziele

Platz mit Hochhäusern, Wasserspiel
Der neue Brunnen auf dem Anton-Saefkow-Platz

Die Umgestaltung des Ortsteils steht unter dem Leitbild "Wohnen im Grünen - mitten in der Stadt". Bereits jetzt hat das Gebiet mit dem Park am Fennpfuhl, den angrenzenden Grünzügen und großzügigen Wohnhöfen viel Potenzial. Hinzu kommen zahlreiche Gemeinbedarfseinrichtungen, die durch Umnutzung oder Umbau, aber auch Abriss und entsprechender Nachnutzung den veränderten Ansprüchen angepasst werden können.

Noch zerschneiden wichtige Verkehrsachsen das Gebiet und wirken als Barriere. Diese sollen "durchlässiger" gemacht und die einzelnen Teilgebiete damit stärker vernetzt werden.

Für zwei Vertiefungsbereiche wurden  Entwicklungsperspektiven erarbeitet: für den Anton-Saefkow-Platz und das Altenhofer Dreieck. Dieser Prozess wurde von einer Lenkungsrunde begleitet, der Vertreter von Bezirks- und Senatsverwaltungen, aus der Wohnungswirtschaft und dem Handel ebenso angehörten wie lokale Akteure und der Bürgerverein Fennpfuhl e. V.

Stand der Sanierung

Begrünte Fußgängerzone
Ort der Begegnung und Ruhe: Die Anton-Saefkow-Promenade

Schwerpunkte des Stadtumbaus Ost waren in den letzten Jahren der Anton-Saefkow-Platz mit der Promenade und sowie der Fennpfuhl-Park und das Altenhofer Dreieck.

Der Anton-Saefkow-Platz mit dem direkt angrenzenden Fennpfuhl-Park ist sowohl die "urbane" als auch "grüne" Mitte des Wohngebiets. Die Abwanderung des Kaufhofs hinterließ ein funktionsloses Gebäude, das aber nach wie vor große Teile des Platzes beherrscht. Um wieder Investitionen anzuregen, wurde das Umfeld behutsam neu gestaltet. Die Aufwertung besonders der Promenade hat zu einer neuen Qualität und neuen Nutzungsmöglichkeiten geführt, ohne dem Identifikationsort des Quartiers seinen Charakter zu nehmen. Ab 2010 soll der Eingangsbereich von der Karl-Lade-Straße neu gestaltet werden.

Auch große Teile des Fennpfuhlparks sind nach dem Abriss der Traditionsgaststätte Seeterrassen 2008 erneuert worden. Auch hier wurden die in der ursprünglichen Konzeption vorhandenen gestalterischen Elemente - wie die zahlreichen Kunstwerke - weitgehend erhalten. Um die Verknüpfung mit anderen Quartieren zu verbessern, sind zusätzliche Straßenquerungen und Zugänge vorgesehen.

Das Altenhofer Dreieck erstreckt sich über rund 14 Hektar am südwestlichen Rand des Ortsteiles Hohenschönhausen Süd. Das Gebiet ist städtebaulich ungegliedert, es wird vorwiegend durch großflächige gewerbliche Nutzungen geprägt. Das Areal böte gute Voraussetzung für eine Bebauung, derzeit ist aber kaum mit Investoreninteresse zu rechnen. Das Bezirksamt hat das Areal deshalb auf einer Fläche von 6,2 Hektar in eine öffentliche Parkanlage mit Sport- und Spielangeboten für ältere Kinder und Jugendliche umgestalten lassen.

Nicht mehr benötigte Kitas und Schulen wurden zurück gebaut oder umgenutzt. An der Liebenwalder Straße entstand ein Interkultureller Garten, in der Otto-Marquardt-Straße wurde eine Kita als Jugendklub ausgebaut.

Weitere Informationen zu Projekten des Stadtumbaus in Fennpfuhl finden Sie im Stadtteilentwicklungskonzept Fennpfuhl (2007).

Text: R. Friedrich, A. Stahl, 2009, Quelle: Stadtteilkonzept, Stadtbüro Hunger, Fotos: A. Stahl

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