Das Fördergebiet Fennpfuhl

Hochhäuser mit bunter Wandbemalung
Hochhäuser an der Storkower Straße

Zentrum des Ortsteils ist das "Wohnquartier am Fennpfuhl" mit dem Anton-Saefkow-Platz. Von 1972 bis 1985 entstanden hier 15.518 Wohnungen.
Die Bewohner - viele aus der Generation der Erstbezieher - schätzen die unmittelbare Nachbarschaft des Fennpfuhlparks. Bis in die 70er Jahre gab es hier neben dem namensgebenden Fennpfuhl außerdem den Langpfuhl. Das Alter beider Seen wird auf etwa 20.000 Jahre geschätzt.

Obwohl die innerstädtische Lage mit günstiger Verkehrsanbindung per Bus, Tram und S-Bahn sowie die umfangreiche Aufwertung der Wohnungen und des Wohnumfeldes für den Standort sprechen, standen 2001 etwa 6,5 Prozent der Wohnungen leer, in einigen Bereichen sogar 10 Prozent. Vor allem unzureichend sanierte Wohnungen in Hochhäusern an viel befahrenen Straßen waren davon betroffen.

Viele Schulen und Kindertagesstätten befanden sich in einem schlechten baulichen Zustand: Öffentliche Einrichtungen blieben ungenutzt, weil sich die Bedürfnisse der älter werdenden Bevölkerung änderten. Ein struktureller Wandel war deshalb geboten.

Informationen

Stadtumbau-Programm: Ost

Fläche: ca. 300 ha

Wohnungen: 26.051 (Stand: 2009)

Einwohner: 44.576 (Stand: 2009)

Dokumentation des Fördergebiets:

Übersichtsplan

aktuellabgeschlossenRückbau soziale Infrastruktur: aktuellRückbau soziale Infrastruktur: abgeschlossen
größere Kartenansicht

Ziele

Kaufhaus-Gebäude mit Fenstern und brauner Täfelung auf Platz mit Bäumen
Das Kaufhaus-Gebäude wird wieder genutzt (Juli 2011)

Die Umgestaltung des Ortsteils steht unter dem Leitbild "Wohnen im Grünen - mitten in der Stadt". Das Gebiet hat mit dem Park am Fennpfuhl, den angrenzenden Grünzügen und großzügigen Wohnhöfen viel Potenzial. Hinzu kommen zahlreiche Gemeinbedarfseinrichtungen, die durch Umnutzung oder Umbau, aber auch Abriss und entsprechender Nachnutzung den veränderten Ansprüchen angepasst werden können.

Noch zerschneiden wichtige Verkehrsachsen das Gebiet und wirken als Barriere. Diese sollen "durchlässiger" gemacht und die einzelnen Teilgebiete damit stärker vernetzt werden.

Für zwei Vertiefungsbereiche wurden Entwicklungsperspektiven erarbeitet: für den Anton-Saefkow-Platz und das Altenhofer Dreieck. Dieser Prozess wurde von einer Lenkungsrunde begleitet, der Vertreter von Bezirks- und Senatsverwaltungen, aus der Wohnungswirtschaft und dem Handel ebenso angehörten wie lokale Akteure und der Bürgerverein Fennpfuhl e. V.

Stand der Sanierung

Begrünte Fußgängerzone
Ort der Begegnung und Ruhe: Die Anton-Saefkow-Promenade

Durch die Maßnahmen der Wohnungswirtschaft und die Aufwertung des öffentlichen Raumes konnte der Leerstand an Wohnungen bis 2009 auf geringe 3,9 % reduziert werden. Schwerpunkte des Stadtumbaus Ost waren in den letzten Jahren der Anton-Saefkow-Platz mit der Promenade und sowie der Fennpfuhl-Park und das Altenhofer Dreieck.

Der Anton-Saefkow-Platz mit dem direkt angrenzenden Fennpfuhl-Park ist sowohl die "urbane" als auch "grüne" Mitte des Wohngebiets. Das beherrschende Warenhaus-Gebäude im Zentrum stand lange leer. Um Investitionen anzuregen, wurde das Umfeld behutsam neu gestaltet. Mit Erfolg: seit 2011 wird das Gebäude wieder als Dienstleistungs- und Handelsplatz genutzt. Die Aufwertung der Promenade und des Platzes hat zu einer neuen Qualität und neuen Nutzungsmöglichkeiten geführt, ohne dem Identifikationsort des Quartiers seinen Charakter zu nehmen.

Auch große Teile des Fennpfuhlparks sind nach dem Abriss der Traditionsgaststätte Seeterrassen 2008 erneuert worden. Auch hier wurden die in der ursprünglichen Konzeption vorhandenen gestalterischen Elemente - wie die zahlreichen Kunstwerke - weitgehend erhalten. In den Bereichen Paul-Junius-Straße und Rudolf-Seiffert-Straße wurden nach dem Rückbau von Gebäuden weitere Flächen für den Park bzw. die angrenzende Grünanlage hinzugewonnen. Um die Verknüpfung mit anderen Quartieren zu verbessern, sind zusätzliche Straßenquerungen und Zugänge vorgesehen.

Das Altenhofer Dreieck erstreckt sich über rund 14 Hektar am südwestlichen Rand des Ortsteiles Hohenschönhausen Süd. Das Gebiet ist städtebaulich ungegliedert, es wird vorwiegend durch großflächige gewerbliche Nutzungen geprägt. Das Areal böte gute Voraussetzung für eine Bebauung, derzeit ist aber kaum mit Investoreninteresse zu rechnen. Das Bezirksamt hat das Areal deshalb auf einer Fläche von 6,2 Hektar in eine öffentliche Parkanlage mit Sport- und Spielangeboten für ältere Kinder und Jugendliche umgestalten lassen.

Nicht mehr benötigte Kitas und Schulen wurden zurück gebaut oder umgenutzt. An der Liebenwalder Straße entstand ein Interkultureller Garten, in der Otto-Marquardt-Straße wurde eine Kita als Jugendklub ausgebaut. Der Jugendclub in der Rudolf-Seiffert-Straße wurde saniert. In der Nachbarschaft des Anton-Saefkow-Platzes erhält das Herder-Gymnasium bis 2012 komplett neu gestaltete Sportflächen.

Dringenden Bedarf an städtebaulicher Aufwertung hat nach wie vor der Bereich um den Roederplatz.

Weitere Informationen zu Projekten des Stadtumbaus in Fennpfuhl finden Sie im Stadtteilentwicklungskonzept Fennpfuhl (2007).

Ansprechpartner

Dahlem, Margitta
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt
IV B 43
Württembergische Straße 6
10707 Berlin
Tel: (030) 90139 4863
Fax: (030) 90139 4801
E-Mailmargitta.dahlem[at]senstadt.berlin[.]de
Schmitz, Werner
Bezirksamt Lichtenberg, Abt. Stadtentwicklung, Fachbereich Stadtplanung
Stapl F
Alt-Friedrichsfelde 60 Haus 2, 12.-13. Etage
10315 Berlin
Tel: (030) 90296 6469
Fax: (030) 90296 6409
E-Mailwerner.schmitz[at]lichtenberg.berlin[.]de
Text: R. Friedrich, A. Stahl, 2009, bearb. 2011, Quelle: Stadtteilkonzept, Stadtbüro Hunger, Fotos: Herwarth + Holz (1), Anka Stahl
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