Die Stärken des Gebiets liegen in seiner Qualität als innenstadtnaher Wohnstandort und in seiner Leistungskraft als Gesundheits- und Verwaltungsstandort. Allerdings spiegeln sich diese Stärken im Image des Gebiets im Moment kaum wider.
Mit dem neuen Leitbild "Gesundheit, Ökologisches Modellgebiet, besondere Orte" soll sich das Gebiet profilieren. Die geförderten Maßnahmen im Rahmen der Sanierung und des Stadtumbaus werden nach diesen Kriterien konzipiert.
Durch die funktionelle Aufwertung bzw. Erweiterung des Angebots bei Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und Kindergärten soll das Gebiet noch attraktiver für Familien werden. Ein dringend benötigter neuer Kindergarten könnte auf einer der ungenutzten Flächen entstehen. Wichtig sind auch neue und besser ausgestattette Spielplätze. Auch größere bezahlbare Wohnungen für Familien werden benötigt.
Für Senioren sollte ebenfalls durch Umbau und Nachrüstung geeigneter, barrierefreier Wohnraum geschaffen werden. Für die Frankfurter Allee wird ein Umbau der Wohngebäude im Rahmen eines energetischen Modellprojektes vorgeschlagen. Allerdings soll die Sanierung von Wohngebäuden den privaten Eigentümern und Wohnungsunternehmen überlassen werden. Die öffentlichen Fördermittel sollen überwiegend für öffentliche Einrichtungen und Flächen eingesetzt werden. Beispiel dafür könnte ein Kiezzentrum sein, das von vielen Anwohnern gewünscht wird.
Öffentliche Freiflächen sollen durch das gebietsübergreifende "Grüne Netz Nord" miteinander verbunden werden. Geplant sind Orte für Fitness und Begegnung, z. B. ein Gesundheitspfad als Anbindung zum Landschaftspark Herzberge und ein ausgewiesener "Barrierefreier Kiez". Der intensiv genutzte Rathauspark soll erneuert und mit neuen Nutzungsmöglichkeiten ausgestattet werden.
Plätze und öffentlicher Straßenraum sollen durch temporäre und permanente Aktionen (Markt, Workshops, Installationen etc.) mehr in den Blickpunkt rücken. Ein geplantes Leitsystem soll mit Informationstafeln die vielen geschichtlich bedeutsamen Orte auf einem Rundweg verbinden.
Solange die neue Bestimmung von Brachflächen und ungenutzten Gebäuden nicht fest steht, können temporäre Nutzungen dazu beitragen, diese Orte zu beleben und entsprechende "Adressen" zu bilden. Erste Maßnahmen sind für 2011 geplant.