Die Friesen-Grundschule soll in den nächsten Jahren entsprechend dem hohen Bedarf am Grundschulplätzen als Quartiersschule ausgebaut und erweitert werden. Nachdem als Ergebnis eines langen Diskussionsprozesses die Südlichen Ringkolonnaden 2010/2011 abgerissen wurden, ist nun ausreichend Platz für eine Erweiterung der Schule mit entsprechendem Freigelände.
Nach einem einem konkurrierenden Verfahren mit fünf Architekturbüros wurde das Büro Staehr Architekten mit der Planung beauftragt.
Der viergeschossige Erweiterungsbau ist an der nördlichen Grundstücksgrenze geplant und bindet direkt an die Giebelwand des bestehenden Schulgebäudes an. Straßenbegleitend bildet ein eingeschossiger Verbindungsgang den räumlichen Abschluss nach Norden und definiert den Hauptzugang des Schulgeländes.
Mittels eines zurückgesetzten Eingangsbereichs und Treppenhauses schließt der Erweiterungsbau an das bestehende viergeschossige Schulgebäude an. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt barrierefrei über einen terrassenartigen Sockel mit Rampe und Freitreppe. Der neue zentrale Haupteingang und die neue Haupterschließung für die gesamte Schule befinden sich in der gläsernen Fuge zwischen Bestands- und Erweiterungsbau. Dies ermöglicht eine Verbesserung der Orientierung und Wegeführung für beide Gebäudeteile. Über den Foyerbereich ist auch die Aufzugsanlage erreichbar, die die Obergeschosse des Alt-, wie auch des Neubaus barrierefrei erschließt. Der überdachte Verbindungsgang erschließt die geplanten temporären Klassenräume (Container). Er besteht aus einer ungedämmten Holzkonstruktion mit dunklem Anstrich.
Der Erweiterungsbau wird als Massivbau ausgeführt. Die tragenden Innen- und Außenwände, Stützen und Decken werden in Stahlbeton errichtet. Nichttragende Innenwände werden als Gipskartonständerwände ausgeführt. Dies ermöglicht eine nachträgliche Veränderung der Raumaufteilung zur flexiblen Anpassung an mögliche zukünftige Nutzungsänderungen.
Der Neubau erhält eine geputzte Fassade auf Wärmedämmverbundsystem mit einem Anstrich in kräftiger Tönung. Die unregelmäßig und versetzt angeordneten Fensteröffnungen mit farbigen Brüstungselementen betonen den Baukörper und bilden einen interessanten Kontrast zur Stringenz des Bestandsplattenbaus. Das Dach soll extensiv begrünt werden.
Innere Entwurfskonzeption
Im Erdgeschoss befindet sich neben dem neuen Haupteingang und dem Foyerbereich, die Mensa mit Nebenräumen (Küche, Lager-/ Personalräume und Toilettenanlagen). Dieser Bereich kann über einen Nebeneingang separat vom restlichen Schulgebäude erschlossen und genutzt werden.
In den Obergeschossen befinden sich Klassen-, Gruppen- und Horträume sowie der Computerraum. Das 2. Obergeschoss ist für die Schulverwaltung vorgesehen, hier befinden sich Sekretariat, Schulleitung und Lehrerzimmer mit entsprechenden Nebenräumen.
staehr architekten, Bearbeitung und Foto: Anka Stahl
An diesen Giebel wird der Neubau angefügt (September 2011)
Informationen
Auftraggeber: Land Berlin, Bezirk Marzhan-HellersdorfBauherr: Bezirksamt Marzhan-Hellersdorf, Amt für Bildung u. KulturProjektsteuerung: Bezirksamt Marzhan-Hellersdorf, SE ImmobilienmanagementFinanzierung (Förderprogramme etc.): Stadtumbau OstGesamtbaukosten: ca. 1,8 Mio. EURRealisierungszeitraum: ab 2012Nutzfläche: 1.635 qm
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Telefonzentrale: 030 90139-3000 / Berliner Behördenrufnummer: 115