Planung und Bauleitung Freianlagen: Landschaftsarchitektur Jobst
Planung und Bauleitung Ingenieurbauwerke: Ingenieurbüro Quenzel GmbH
Ausführung Ingenieurbauwerke u. Tiefbauarbeiten: STRABAG AG, Direktion Berlin-Brandenburg
Realisierung: 1. BA: 2009 - August 2011
Finanzierung (Förderprogramme etc.): 816.500 EUR aus Stadtumbau West und Eigenmittel des Bezirksamts für Ordnungsmaßnahmen (33.500 EUR)
Projektdokumentation:
Das Grüne Netz
Bislang ist das Industriegebiet Neukölln-Südring ein "fehlendes Bindeglied" bei den gewässerbegleitenden Wegeverbindungen und den 20 grünen Hauptwegen Berlins: Ein wichtiges Potenzial für die Erlebbarkeit das Wassers wird mithin nicht genutzt. Wenn in einigen Jahren mit Hilfe des Stadtumbaus alle Bauabschnitte des Grünen Netzes realisiert sein werden, wird es eine durchgehende Wegeverbindung von Teltowkanal bis zum Landwehrkanal geben - entlang der Ufer, geeignet für Fußgänger und Radfahrer. Dort können sich Anwohner ebenso erholen wie Mitarbeiter und Besucher der vielen Firmen. Auch das historische Zentrum des Bezirkes "Alt-Rixdorf" kann so an das Gewässernetz angebunden werden.
Das Grüne Netz entlang der Neuköllner Wasserwege soll in mehreren Bauabschnitten realisiert werden. Die vollständige Realisierung wird intensive Abstimmungen mit den Eigentümern der Flächen und z.T. innovative Lösungen für die Wegführung erfordern. Auch die Finanzierung und die spätere Pflege bzw. bauliche Instandhaltung müssen abgesichert werden. Die Realisierung erfolgt deshalb nicht zwangsläufig in der Reihenfolge der Benennung. Jeder Abschnitt wird aber in sich nutzbar sein und eine Verbesserung für das Gebiet bringen.
Der erste Abschnitt wurde zwischen 2009 und 2011 realisiert. Es ist der Verbindungsweg von der Grenzallee - in unmittelbarer Nähe der Autobahnauffahrt - zum Britzer Hafensteg. Hier existierte bereits ein Wartungsweg an der Bundesautobahn. Bis auf das private Zugangsgrundstück an der Grenzallee befinden sich die Flächen im Eigentum der öffentlichen Hand mit unterschiedlichen Zuständigkeiten. Die Planung war nur in enger Kooperation mit allen beteiligten Verwaltungen möglich.
Die Nutzung des schmalen Uferstreifens wird durch eine Wegführung im eingeschnittenen Böschungsbereich und Stützmauern an Autobahn und Ufer ermöglicht. Ein Wasserrückhaltebecken für die Bundesautobahn erforderte eine Wegeverbindung um das Wasserbecken herum. Die Lage des Weges erlaubt auch eine zukünftige Weiterführung des Grünen Netzes nach Norden unter der Grenzallee hindurch und weiter Richtung Neuköllnischen Allee.
Der Abschnitt wurde am 8. September 2011 eröffnet. Er führt 650 Meter von der Grenzallee, am Neuköllner Schifffahrtskanal entlang bis zum Britzer Hafensteg. Auf der anderen Seite des Britzer Hafenstegs gelangt man zum Sieversufer und weiter zur Buschkrugallee. Diese Brücke führte seit dem Bau des Autobahnabschnitts Buschkrugallee - Grenzallee ins Nichts. Nun ist der Weg wieder offen. Der Blick vom Britzer Hafensteg ist eindrucksvoll: Hier treffen der Britzer Zweigkanal, der Teltowkanal und der Neuköllner Schifffahrtskanal aufeinander. Die Wegführung unter den Autobahnbrücken eröffnet interessante Einblicke auf die technischen Bauwerke (siehe Fotogalerie).
Folgende Abschnitte des Grünen Netzes sind weiterhin geplant:
- Wegeleitsystem Grenzallee - Sonnenallee
- Querungshilfe Grenzallee
- Platz an der Schleuse
Darüber hinaus wird die Möglichkeit einer Fuß- und Radwegebrücke an der bestehenden BAB-Brücke über den Britzer Zweigkanal geprüft. Diese Brücke ist statisch beim Bau der BAB berücksichtigt worden, Sie könnte das Grüne Netz mit den Erholungsflächen in Treptow verbinden.
Wenn die Planungen in einigen Jahren vollständig umgesetzt sind, wird Berlin um einen ungewöhnlichen Streckenabschnitt öffentlicher Grünanlagen reicher sein.
Ansprechpartner
Rogoll, IrisBezirksamt Neukölln von BerlinFachbereich Stadtplanung | Karl-Marx-Straße 83 12043 Berlin Tel: (030) 90239-3511 Fax: (030) 90239-2418 E-Mail: stadtplanung[at]bezirksamt-neukölln[.]de |
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