Plattenbauten am Rand von Wiesen mit Spazierwegen
Die Falkenberger Krugwiesen begrenzen den Kiez nach Süden
Auftraggeber: Land Berlin

Projektsteuerung: HOWOGE

Finanzierung (Förderprogramme etc.): Eigenmittel der HOWOGE, Stadtumbau Ost und FEIN

Projektdokumentation:

aktuellabgeschlossen
größere Kartenansicht

Kiezmanagement für den Welsekiez

Im Welsekiez wurden seit 2002 verschiedene Rückbau- und Aufwertungsprojekte Projekte mit Stadtumbaumitteln gefördert. Besonders die Aufwertung des Wohnumfeldes (aktuell: Quartierspark Warnitzer Bogen) und die Sanierung von Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen (unter anderem Krugwiesen Hof) trug zur Verbesserung der Wohn- und Freizeitqualität des Quartiers bei.

Trotzdem ist im Welsekiez ein jährlicher Einwohnerverlust und eine deutliche Verschärfung der sozialen Probleme zu beobachten. Bei fast allen Indikatoren, wie Arbeitslosenquote, Zahl der Langzeitarbeitslosen, Jugendarbeitslosigkeit sowie Empfänger von Existenzsicherungsleistungen liegt der Welsekiez weit hinter dem Berliner und auch dem bezirklichen Durchschnitt.

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung beschloss deshalb zusammen mit dem Bezirksamt Lichtenberg ein Kiezmanagement unter Federführung der HOWOGE zu initiieren. Das Wohnungsunternehmen übernimmt die Kosten für einen Kiezmanager und sein Büro, ergänzend werden Stadtumbaumittel für investive Projekte, die im Rahmen des Kiezmanagements entwickelt werden, eingesetzt. Der Kiezmanager begann am 01.06.2009 seine Tätigkeit. Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung eröffnete Staatssekretärin Dunger-Löper das Kiezmanagement Welsekiez am 06.10.2009.

Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern sollen die Qualitäten und Potenziale des Gebietes gestärkt, das städtebauliche Umfeld weiter verbessert sowie lebendige Nachbar­schaften und bürgerliches Engagement gefördert werden.

Das Gebiet liegt im Südosten der Groß-Siedlung Neu-Hohenschönhausen und wird durch den als Barriere wirkenden Eisenbahnaußenring und die Falkenberger Chaussee von den übrigen Großsiedlungsteilen abgegrenzt. Im Süden befindet sich das Landschaftsschutzgebiet Falkenberger Krugwiesen.

Die circa 7.700 Wohnungen wurden ausschließlich in industrieller Plattenbauweise errichtet. Die Hälfte davon befindet sich in 11-geschossigen, die andere Hälfte in 5- bzw. 6-geschossigen Wohnhäusern liegen. Fast der gesamte Wohnbestand wurde in den 90iger Jahren saniert.

Handlungsschwerpunkte des Kiezmanagements:

  • Verzahnung der Infrastruktur für Menschen zwischen 7 und 27:
    Familien- und Jugendhilfe werden gebündelt und mit Gesundheits- und Bildungsprojekten verknüpft, um allen Kindern und Jugendlichen im Quartier gute Ausgangschancen zu geben.
  • Übergang Schule zu Beruf/Familie: Ansatz dafür sind die neuen Sekundarschulen, die nicht mehr nur als Lehranstalt, sondern als lebensweltlicher Ort für Qualifikation im Stadtteil genutzt werden.
  • Infrastruktur und Wohnqualität für das alternde Quartier: Die Treue der Erstbeziehergeneration zum Quartier ist groß. Lösungen für den demografischen Wandel sind konkret im Quartier zu suchen, die Infrastruktur insbesondere für Freizeit und Gesundheit soll gesichert und weiter entwickelt werden, um dieses stabilisierende Element der "Alteingesessenen" im Quartier zu halten.
  • Kante, Platte/Landschaft: Der Stadtumbau geht weiter und wird sich besonders mit dem Übergang von der Siedlung in den Landschaftspark der Barnimer Feldmark und zu den Krugwiesen auseinandersetzen. Dazu werden die Einzelprojekte des Stadtumbaus entlang der Stadtkante konzeptionell gebündelt und "Möglichkeitsräume" für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen definiert.

Um diese Schwerpunkte zu bearbeiten setzt das Kiezmanagment besonders auf eine verbesserte Vernetzung der lokalen Akteure. So sollen die Aktivitäten im Gesamtzusammenhang geplant und außerdem mehr Bürger an den Planungen beteiligt werden. Um bestehende Barrieren zu umgehen, sollen neue "ad-hoc-Beteiligungsformen" entwickelt und getestet werden. Verschiedene Wege geht das Kiezmanagement auch in der Öffentlichkeitsarbeit. Jugendliche werden über soziale Netzwerke im Internet erreicht, ältere Mieter eher über die Mieterzeitung der HOWOGE. In einem Ladenlokal in der Warnitzer Straße 14 ist der Kiezmanager Herr Krüger jederzeit für die Bürgerinnen und Bürger ansprechbar. Die laufend aktualisierte Website findet man unter http://www.welsekiez.de

Die Kofinanzierung aus dem Stadtumbau-Programm für den Aufbau des Kiezmanagements ist ausgelaufen. 2011 wurde eine Umfrage zum bürgerschaftlichen Engagement der Mieter mit 8000 Euro unterstützt.

Quelle: HOWOGE, bearb. A. Stahl, Fotos: HOWOGE

Ansprechpartner

Krüger, Arvid
HOWOGE
Kiezmanagement
Warnitzer Straße 14
13057 Berlin
Tel: (030) 86387600
Fax: (030) 85976551
E-Mail: info[at]welsekiez[.]de
Web: http://www.welsekiez.de
facebook

Workshop zur neuen Skate-Plaza im Märkischen Viertel

Die Skater vom Fontane-Haus entwickeln ihre neuen Anlage.


Knapp 25 Mio. EUR für Stadtumbau-Projekte in Lichtenberg bis Ende 2011

Stadtrat Wilfried Nünthel zu den aktuellen Projekten


Stadtentwicklungs- und Umweltsenator Michael Müller kündigt Aktionsprogramm zur klimaneutralen Stadt an

Grundsatzrede beim Neujahrsempfang der Berliner Energieagentur im Deutschen Technikmuseum


Modersohn-Grundschule hat aufgestockt

Am 23.1. eröffnete Schulstadtrat Beckers vom Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die neue 4. Etage


Kunst in Neukölln

Schwimmer auf der Sonnenbrücke unterstreichen die Hinwendung Neuköllns zum Wasser


Bisher über 3 Mio. EUR für Stadtumbau in Buch investiert

Ausstellung "Zukunft Berlin-Buch" bis 9.2. in der Württembergischen Straße


Logo Europäische Union Logo EFRE Logo Bundesregierung Logo Senatsverwaltung für Stadtentwicklung