Umbau einer Kita zum Kinder- und Jugendhilfezentrum
Im Stadtteil Hellersdorf-Ost wurde eine ehemalige Kita für die sozio-kulturelle Arbeit im Gebiet genutzt, ohne die notwendigen baulichen Voraussetzungen zu erfüllen. Das Gebäude wurde mit Geldern aus dem Programm Stadtumbau Ost sowie Eigenleistungen des Trägers Jugendaufbauwerk Ost an die neuen Anforderungen angepasst.
Mit möglichst geringem Mitteileinsatz sollte eine hohe Wirkung erreicht werden: eine bessere Nutzungsmöglichkeit innen sowie ein besseres Erscheinungsbild außen. Hinzu kamen Anforderungen an Brandschutz, Arbeitsschutz und behindertengerechten Zugang sowie die Neugestaltung der Außenanlagen.
Das Gebäude der ehemaligen Kindertagesstätte ist ein Plattenbau (WBS 70, Typ Gera) und setzt sich aus fünf miteinander verbundenen Gebäudeteilen zusammen. Der schrittweise Umbau umfasste die komplette innere Neustrukturierung der Geschosse, die Sanierung der Fassade, sowie die Neugestaltung des Kiezcafés. Der Umbau fand in vier Bauabschnitten statt. Im Bauabschnitt 2006 wurde das Haus 2 umgebaut und die Holzfenster und -außentüren des kompletten Gebäudes ausgetauscht. Im Jahr 2007 wurden das Haus 1 und der Verbinderbau umgebaut. Im Jahr 2008 wurden die Fassade und das Kiezcafé neu gestaltet. 2010 erfolgte die Sanierung des Daches.
Über den neuen, mittig liegenden Flur sind die beiden bestehenden Treppenhäuser miteinander verbunden. Die großen Projekträume und kleinere Nutzerräume sind bevorzugt nach Süden orientiert. Auf der Nordseite liegen neue Funktionsbereiche mit Teeküchen und Toiletten. Durch das Herausnehmen von Deckenplatten wurde ein Café mit zweigeschossigem Luftraum und Galerie geschaffen. Über die erforderliche zweite Fluchttreppe für das 2. OG wird die neu angelegte Dachterrasse als sommerlicher Aufenthaltsbereich erreicht.
Der Ausbaustandard ist zurückhaltend hochwertig und strahlt eine angenehme Solidität aus. Das Farbkonzept unterstützt die lichte und freundliche Atmosphäre des Hauses.
An der Fassade wurde eine Fugensanierung durchgeführt, die Südfassade wurde mit feststehenden Sonnenschutzelementen ausgestattet. An der Nordfassade wurden die Haupteingangsbereiche aufgewertet. Unter Verwendung der bestehenden Stahlunterkonstruktionen wurden großzügige Vordächer installiert, die eine offene und lichte Eingangssituation entstehen lassen.
Quelle und Foto: Büro Klaus Block, bearb. A. Stahl
Neue Sonnenblenden am Gebäude
Informationen
Jugendhilfezntrum
Nossener Straße 87/89
12627 BerlinAuftraggeber: Bezirksamt Marzahn-HellersdorfBauherr/Projektsteuerung: S.T.E.R.N. GmbHProjektplanung: Klaus BlockFinanzierung (Förderprogramme etc.): 1,497 Mio. EUR aus Stadtumbau Ost, Eigenleistungen des Trägers JAO-Jugendaufbauwerk Ost e.V: ca. 300.000 EURRealisierungszeitraum: 2006 - Dezember 2010
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Telefonzentrale: 030 90139-3000 / Berliner Behördenrufnummer: 115