Nach dem Umzug des Nachbarschaftshauses des Vereins für ambulante Versorgung Hohenschönhausen e.V. (VaV) in die Ribnitzer Straße nahm am 19. März 2012 die neue Kita "Leuchtturm" ihren Betrieb auf. Bevor es soweit war, wurde Ende 2011/Anfang 2012 bereits eine Hälfte des auch ursprünglich als Kindergarten genutzten Gebäudes saniert. Dazu mussten vor allem die Sanitäranlagen für die Kinder umgebaut werden. Seit Mitte März 2012 stehen nun 5 Gruppenbereiche mit je 2 Gruppenräumen, Garderobe und Waschraum/Toiletten für die Kinder bereit.
Ab April 2012 wird die verbliebene Hälfte des Gebäudes saniert. Hier entstehen bis April 2013 das Familienbegegnungs- und Kompetenzzentrum sowie Funktionsräume für die Kita. Das gesamte Projekt wird mit circa 950.000 Euro aus dem Stadtumbau Ost finanziert.
Im Haus am Berl 8-10 sollen der Kindergarten und ein demografisch flexibles "Familienbegegnungs- und Kompetenzzentrum" in Zukunft eng zusammenarbeiten. Der Aufbau der Einrichtung ist ein gemeinsames Modellprojekt des VaV mit dem Bezirk Lichtenberg, der Karl-Kübel-Stiftung und der Internationalen Akademie für innovative Pädagogik, Psychologie und Ökonomie gGmbH (INA) an der Freien Universität Berlin.
Alle Bereiche des geplanten Zentrums werden nach dem Early Excellence Prinzip nach britischem Vorbild arbeiten, um integrierte Leistungen für Kinder- und Familienbetreuung zu schaffen. Dabei geht es darum, Kinderbetreuung, Gesundheitsvorsorge und Elternschulung für Erziehung und gesellschaftliche Integration zu verbinden. Ziel des Programms ist es unter anderem, die Schulleistungen von Kindern in sozial benachteiligten Gegenden zu steigern.
Ab 2013 soll das Familien- und Kompetenzzentrum auf vier Säulen stehen:
- der Integrationskita
- dem Familienzentrum mit Vor- und Nachmittagsangeboten
- einem medizinisch-therapeutischem Fachbereich (mit niedergelassenen Ärzten, Therapeuten und Sozialpädagogen)
- sowie einem Kompetenzzentrum mit Lehrgängen für pädagogische Fachkräfte, einer "Eltern-Schule" sowie mit Lehrgängen für Tagesmütter
Entsprechend der zukünftigen demografischen Entwicklung sind die einzelnen Säulen flexibel: Die Kita kann zur Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung werden, das Familienzentrum kann seine Zielgruppe um die SeniorInnen des Viertels erweitern und die "Eltern-Schule" sorgt für lebenslanges Lernen auf verschiedenen Gebieten. Diese Wandlungsmöglichkeiten bewirken die Nachhaltigkeit und damit hohe Wirtschaftlichkeit der investierten Mittel.
Das Land Berlin fördert die Einrichtung von Familienzentren in vielen Quartieren, denn sie birgt große Potenziale. Die fachliche Betreuung innerhalb der Kita wird ergänzt durch Profis in der Familienbildung. So können Familien über niederschwellige Angebote wie Stillcafé, Krabbel-Frühstück und Familiensport von Beginn an erreicht werden. Das Familienzentrum am Berl wird darüber hinaus Kurse, Beratung und Gesprächsrunden anbieten.