Das Fördergebiet Kreuzberg-Spreeufer
Das Quartier Kreuzberg-Spreeufer liegt im Nordosten des Ortsteils Kreuzberg im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. Die natürliche Grenze zwischen den beiden Ortsteilen bildet die Spree, der Ufersaum zum Fluss und zum Landwehrkanal hat eine Länge von etwa 2 km. Bei dem ca. 3 km vom Alexanderplatz entfernt gelegenen Quartier handelt es sich um eine gesamtstädtisch bedeutende Wasserlage am südlichen Eingang des historischen Stadtzentrums.
Städtebaulich ist das Gebiet sehr unterschiedlich strukturiert. Im östlichen Teil, an der Schlesischen Straße und im östlichen Bereich der Köpenicker Straße, prägen straßenseitig Wohngebäude aus der Gründerzeit und zur Spree Gewerbebauten in Geschossbauweise das Stadtbild. Hier ist die typische 'Kreuzberger Mischung' aus Wohnen und Arbeiten noch immer lebendig. Sie trägt maßgeblich zu dem besonderen Flair des Stadtteils bei.
Im westlichen Teil der Köpenicker Straße ist im Gegensatz hierzu eine flächendeckende Stagnation zu verzeichnen, die durch ein unpassierbares Band von Lager- und Logistikflächen gekennzeichnet ist.
In der Zusammenschau seiner Potenziale bietet das Kreuzberger Spreeufer hervorragende Ansätze für eine ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltige Entwicklung unter Beteiligung der lokalen Akteure. Zentraler Ansatz des Stadtumbauprogramms ist, den Standort zu profilieren und seine Stärken, vor allem die Wasserlage, herauszustellen. Verfolgt wird insbesondere, die im Gebiet vorhandenen Brüche zu reduzieren und den gewachsenen Kiez mit seinem besonderen Milieu weiterzuentwickeln.
Informationen
Fläche: ca. 100 ha
Einwohner: ca. 9100 (Stand: 2008)
Dokumentation des Fördergebiets:
Ziele
Unter dem Leitmotiv "Kreuzberg an die Spree " Stadt an die Spree" wurde ein Konzept zur Urbanisierung des Spreeufers entwickelt, das die Wasserlage als Potenzial nutzt, den Stadtteil zur Spree öffnet und für Gewerbetreibende, Anwohner und Besucher attraktiv und lebenswert macht.
Die wesentlichen Schritte hierzu sind in einem 8 Punkte-Programm zusammengefasst.
Urbanisierung des Kreuzberger Spreeufers
Vorgesehen ist, größere Betriebe mit hohem Flächenverbrauch an andere Standorte im Bezirk, kleinere Betriebe " soweit im Gebäudebestand nicht integrierbar " innerhalb des Gebietes zu verlagern und die frei werdenden Flächen zwischen Spreeufer und Köpenicker/Schlesische Straße für eine städtische Nutzungsvielfalt zu entwickeln. Die Flächen sind interessant sowohl für lokal als auch gesamtstädtisch orientierte Unternehmen. Die unmittelbaren Wasserlagen wie die Lohmühlenhalbinsel sind gut geeignet für qualitätsvolles und möglicherweise auch autoarmes Wohnen.
Vernetzung des Kreuzberger und Friedrichshainer Spreeufers
Heute ist die Oberbaumbrücke die einzige Verbindung der beiden Bezirksteile. Mit dem Bau einer Brücke an historischer Stelle in Verlängerung der Brommystraße und eines Steges in Verlängerung der Manteuffelstraße wird eine bessere Verflechtung beider Ortsteile mit direkten positiven Impulsen für die Entwicklung beider Uferseiten verfolgt.
Öffnung und Erschließung des Spreeraums
Unter Einbeziehung bereits vorhandener Abschnitte wird eine durchgängige Uferpromenade mit landseitigen Uferwegen und wasserseitigen Stegen angelegt . Die Erschließung des Ufers erfolgt über neu zu schaffende und bestehende Wege, die aus dem Quartier an das Wasser heranführen. Über das Wegenetz wird die Spreelage sowohl von der Wasserseite als auch aus dem Stadtteil heraus erlebbar. Begleitende Grünanlagen bilden als "Grüne Fenster" attraktive Adressen für Neubebauungen wie für die markanten, das Gebiet prägenden historischen Gewerbe- und Speichergebäude.
Entwicklung der Köpenicker Straße und Schlesischen Straße als Boulevard
Zur Zeit trennen auch die beiden Hauptverkehrsstraßen das Wohngebiet von seinem Ufer. Das Anlegen von Fahrradstreifen, von Übergängen für Fußgänger und die Neuordnung des ruhenden Verkehrs sind Maßnahmen zur Aufwertung der Straßenräume, zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität und zur Erhöhung der Anziehungskraft für Einzelhändler wie Dienstleister.
Aufwertung des Bereiches am U-Bahnhof Schlesisches Tor als Quartiersmittelpunkt
Der Bereich Gröbenufer, Falckensteinstraße und Schlesische Straße sowie der U-Bahnhof Schlesisches Tor ist trotz vielfältiger Mängel bereits heute als Mittelpunkt des Stadtumbaugebietes zu sehen. Eine Schlüsselrolle im Stadtumbauprozess nimmt die Wiederbelebung des Gröbenufers ein. In naher Zukunft sollen dort wieder Fahrgastschiffe anlegen und besondere gastronomische Angebote eröffnet werden. Die Belebung des Quartiersmittelpunktes wird die Wohn- und Arbeitsplatzqualität für die ansässige wie für die noch zuziehende Wohn- und Arbeitsbevölkerung verbessern, die Identifikation mit dem Quartier stärken und weitere private Investitionen stimulieren.
Aufwertung des Wohnumfeldes/Weiterentwicklung der Quartiersachse Wrangelstraße
Stadtumbau findet nicht nur am Spreeufer statt. Während auf den Ufergrundstücken zukünftig überwiegend private Investitionen gefragt sind, werden öffentliche Mittel bereits heute in die Aufwertung des Wohnumfeldes, zu dem Straßen, Wege, Grünanlagen und Spielräume gehören, investiert. Auch die Schulen werden als wichtige Treffpunkte und Veranstaltungsorte aufgewertet. Attraktive Orte zum Treffen, Spielen und Erholen sind eine wichtige Voraussetzung, Verdrängungseffekte im Stadtviertel zu vermeiden und den sozialen Zusammenhalt dauerhaft zu stärken.
Etablierung einer neuen Kreuzberger Mischung
Die "Kreuzberger Mischung" zeigt sich als Miteinander von Bewohner/innen aus vielen Nationen, von kreativer Szene und Kiezkultur, von größeren Gewerbebetrieben und kleinen Dienstleistungs- und Medienunternehmen. Ziel des Stadtumbaus ist, diese lebendige Mischung zu erhalten und weiterzuentwickeln. Auch bei der baulichen und freiräumlichen Entwicklung der Spreegrundstücke wird eine Mischnutzung für Alle mit Wohnangeboten für ganz unterschiedliche Lebensstile, Raum für Kleingewerbe, Handwerk, Handel, Kultur, Kiezinitiativen und mit Freiflächen zur ganz persönlichen Aneignung angestrebt.
Aufbau von Netzwerken der Akteure
Die kontinuierliche und intensive Einbeziehung von Bewohner/innen, Gewerbetreibenden, Grundstückseigentümern, Vereinen und Initiativen in den Stadtumbauprozess ist für eine erfolgreiche Maßnahmenumsetzung unverzichtbar. Sichtweisen und Bedürfnisse von Bewohner/innen und Akteuren zu erfassen, ermöglicht erst, die vielfältigen Potenziale des Stadtumbauquartiers zu erkennen und für seine Weiterentwicklung zu nutzen. Der Dialog wird daher bewusst gesucht. Mit vielen unterschiedlichen Öffentlichkeitsaktivitäten wird das Interesse am Stadtumbau geweckt, verstärkt, verankert. Ziel ist, die Entwicklung des Spreeufers zu einem Anliegen Aller zu machen.
Ausstellung "Stadtumbau in Berlin - eine Zwischenbilanz" eröffnet
21.07. - 19.08. im Gebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Interessenbekundungsverfahren für Bürgergarten Moabit
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BMX-Bahn und Spielplatz wurden zum Ferienbeginn übergeben
Thesenpapier zur Profilierung des Stadtumbau Ost ab 2010
Dokument ist Ergebnis einer Workshopreihe von BMVBS, BBSR und Bundestransferstelle
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Kitagebäude wird zum Beratungs- und Nachbarschaftshaus








