Dach, bemalte Mauer und Lampen auf dem Vorplatz
Der neue Vorplatz

Auftraggeber: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin

Bauherr/Projektsteuerung: Bezirksamt Lichtenberg von Berlin, Amt für Bauen und Verkehr

Finanzierung: Stadtumbau Ost, Urban II

Gesamtbaukosten: 1. BA: 1.475.000 Euro, 2. BA: 350.000 Euro

Realisierungszeitraum: 2005-2007

Projektdokumentation:

aktuellabgeschlossen
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Neugestaltung Bahnhofsvorplatz Lichtenberg

Der Umbau des Bahnhofvorplatzes Lichtenberg erfolgte in zwei Bauabschnitten. Das Dach über der Treppe bzw. Rampe einschließlich des Untergeschosses wurde im Auftrag der BVG realisiert, der Umbau des Eingangsgebäudes zur U- und S-Bahn sowie das Dach entlang der Bahnkante und Kioske hat das Land Berlin in Auftrag gegeben.

Der Eingangsbereich zur U- und S-Bahn ist Teil eines Gesamtkonzeptes zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes Berlin Lichtenberg.

Der Busverkehr mit den Haltestellen sollte mit dem Projekt vom Platz hin zur Weitlingstraße verlegt werden, um eine freie zusammenhängende Platzfläche zu erhalten. Für die Eingänge sowie die Überleitung von der Bushaltestelle über die bestehende Rampe zur S- und U-Bahn wurde ein großes, schwebendes Dach geplant. Damit wurden die Eingangsbereiche großzügig geöffnet und ein markanter Blickfang mit Sicht auf die fahrenden Züge geschaffen.

Ähnlich dem leicht geschwungenen Dach über dem Eingangsbereich zu U- und S-Bahn wurde entlang der Bahnkante ein lang gestrecktes Vordach gebaut. Es bildet eine gedeckte Verbindung zwischen Fernbahnhof, Bushaltestelle und U- und S-Bahn-Eingang.

Das Dach ist als reine Stahlkonstruktion ausgebildet, die Entwässerung erfolgt vom Platz weg zur Seite der Bahnkante. Die vorgefertigten Segmente wurden vor Ort montiert. 

Unter dem Dach wurden drei separate Kioske geplant. Einer beherbergt die Sanitäreinrichtungen. Die beiden anderen Kioske sind für eine Verkaufsnutzung vorgesehen.

Alle drei Kiosk-Bauten basieren auf dem gleichen Konstruktionsprinzip, eine Stahlkonstruktion auf Stahlbeton-Bodenplatte. Großflächige Verglasungen (Isolierglas, Sicherheitsglas) wechseln je nach Nutzungsanforderung mit flächigen Stahlblechpaneelen (Sandwich). Zwischen den Kiosken sind unter dem Dach Fahrradständer angeordnet.

Vom Vorplatz aus sollte die Sicht auf die ein- und ausfahrenden Züge ermöglicht werden. Aus Schallschutz- und sicherheitstechnischen Gründen ist jedoch eine komplette Öffnung zur Bahn nicht möglich. Die Bahn AG verlangte eine Abgrenzung in Höhe von 1,8 Meter über Platzniveau. Die vorhandene Betonsteinwand wurde bis auf diese Höhe heruntergebrochen. Platzseitig erhielt sie eine neue Fassung durch vorgesetzte Stahlkonstruktion mit farbigen emailierten Stahlblechen, inklusive Strahlern zum Anstrahlen der Dachuntersicht. Die anschließende Wand bis zum Bahnhofsgebäude wurde flächig mit Gitterrostelementen in der Höhe der angrenzenden farbigen Stahlbleche verkleidet.

Ab 2011 wird das Umfeld des U-Bahn-Zugangs ebenfalls aus Stadtumbau-Mitteln umgestaltet.

Quelle: Architekturbüro Meyer Grosse Hebestreit Sommer, Text: R. Friedrich, Foto: A. Stahl

Ansprechpartner

Radke, Clemens
Bezirksamt Lichtenberg Abt. Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr Amt für Planen und Vermessen
Alt-Friedrichsfelde 60 Haus 2, 12.-13. Etage
10315 Berlin
Tel: (030) 902 96 64 31
E-Mail: clemens.radke[at]lichtenberg.berlin[.]de

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