Mit Teltowkanal, Neuköllner Schifffahrtskanal, Landwehrkanal, Britzer Verbindungskanal, dem Hafen Neukölln sowie den Häfen Britz Ost und West kann sich Neukölln als "Wasserstadt" bezeichnen. Allerdings ist diese Feststellung weder allgemein verbreitet, noch kann sie an vielen Stellen wirklich erlebt werden. Bislang ist das Industriegebiet Neukölln-Südring ein "fehlendes Bindeglied" bei den gewässerbegleitenden Wegeverbindungen. Ein wichtiges Potenzial für die Erlebbarkeit das Wassers wird mithin nicht genutzt. Die Ursachen dafür liegen in der teilweisen Unzugänglichkeit der Gewässerräume, den angrenzenden Nutzungen oder der mangelnden Gestaltung.
Diesem Zustand abzuhelfen, ist das Ziel bezirklicher wie gesamtstädtischer Planungen: Uferzonen zugänglich machen, Wegeverbindungen herstellen oder verknüpfen, die Gestaltung und Nutzbarkeit verbessern. Gewerbe und neue Wegeverbindungen sind dabei kein Widerspruch, sondern können nebeneinander bestehen, ja sich sogar ergänzen. Die öffentliche Zugänglichkeit der Wasserlagen wird nur dort verfolgt, wo dies betrieblichen Interessen von ansässigen Gewerbebetrieben oder Hafenanlagen nicht entgegen steht. Auch das historische Zentrum des Bezirkes "Alt-Rixdorf" kann so an das Gewässernetz angebunden werden.
Zu den im Rahmen des Stadtumbaus geplanten oder bereits realisierten neuen Wegen und Plätzen am Wasser zählen die Treppe Sonnenbrücke Nord, der Schwarze Weg und neue Wege entlang des Neuköllner Schifffahrtskanals wie am Kiehlufer.