Die Elisabethkirchstraße führt im Halbrund um das Ensemble der Elisabethkirche herum. In unmittelbarer Nähe zur Verkehrsachse der Invalidenstraße findet man sich hier in einem kleinen Refugium mit Bürgerhäusern und Kopfsteinpflaster. Das war nicht immer so. Bis 2007 stand ein Schulbau aus den 70er Jahren hier. Nach dem Rückbau konnten nun mit Stadtumbau-Mitteln eine moderne Kindertagesstätte mit Garten sowie unmittelbar angrenzend eine kleine Grünfläche entwickelt werden. Die Grünanlage wurde geplant vom LandschaftsArchitekturBüro Azemina Bruch.
Die nahezu dreieckige Fläche ist mit Ausnahme der an der Spitze des Dreiecks gelegenen Obstwiese von einen Rundweg umgeben. Dieser Rundweg hat eine Wegedecke aus Gussasphalt. Zur Elisabethkirchstraße hin wird die Fläche durch einen 0.80 m hohen schmiedeisernen Zaun sowie durch neu gepflanzte Bäume begrenzt. Der Zaun steht auf einem 20 cm hohen Sockel aus Granit.
Die anderen Teile des Rundweges, die zur Dreiecksfläche hin spitzwinklig aufeinander zulaufen, werden an der Außenseite zur Kita durch einen Stahlgitter- bzw. auf der gegenüberliegenden Seite durch einen Maschendrahtzaun begrenzt. Zwischen Weg und Zaun befinden sich in diesem Bereich zwei Streifen mit Stauden- und Gehölzpflanzen sowie Sitznischen, die durch Granitplatten befestigt sind. Den Mittelpunkt der neu gepflanzten Obstwiese bildet eine Sitzgruppe mit einem langen Tisch. Zusätzlich wurden ein Kindertisch sowie ein Liegenetz in diese Fläche integriert. Der Niveauunterschied zur Kindertagesstätte wird durch einen Granitsockel abgefangen.
Das Innere der Fläche besteht überwiegend aus zwei von der Kita her aufsteigend angeordneten Rasenterrassen. Die Rasenterrassen werden jeweils von einer durchgängigen weiß-grauen 30 cm breiten Granitstufe eingefasst, auf der man auch sitzen kann. Ein mit Granitplatten belegter Platz mit Tischtennisplatten liegt als höchster Punkt oberhalb der Rasenterrassen. In Richtung Obstwiese fällt das Gelände dann wieder ab.
Auf dem Rasen bildet eine Gruppe aus fünf mit farbigen Fliesen gestalteten Blütenknospen einen besonderen Höhepunkt. Das Kunstobjekt von Anne Ochmann soll als markantes Zeichen die positive Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier stärken.
Der neue Park wurde am 9. Juni 2010 feierlich eröffnet.
Quelle: A. Bruch, bearb.: A. Stahl, Foto: A. Bruch
Kunstwerke von Anne Ochmann schmücken den Park. Mai 2010
Informationen
Auftraggeber: Bezirksamt Mitte von Berlin, Straßen- und GrünflächenamtBauherr/Projektsteuerung: Bezirksamt Mitte, Abteilung StadtentwicklungFinanzierung (Förderprogramme etc.): 210.000 EURO aus Stadtumbau Ost, Eigenmittel des Bezirkes MitteGesamtbaukosten: 210.000 EURORealisierungszeitraum: September 2009 - Mai 2010Nutzfläche: 1470 qm
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt Württembergische Straße 6, 10707 Berlin
Telefonzentrale: 030 90139-3000 / Berliner Behördenrufnummer: 115