Reportage vom 07.10.2009
Stadtumbautag in der Großsiedlung Marzahn
Der Stadtumbautag in der Großsiedlung Marzahn begann mit einem informativen Spaziergang durch das Quartier Merower Allee. In dem Quartiersmanagementgebiet werden Fördermittel aus dem Stadtumbau Ost und der "Sozialen Stadt" gebündelt eingesetzt. Die Gestaltung und soziokulturelle Nutzung der Freiflächen standen zunächst im Mittelpunkt des Rundgangs, der durch das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und das Quartiersmanagement Merower Allee durchgeführt wurde. Vor allem der liebevoll gestaltete Hochzeitspark, in dem die Bewohner/innen einen Baum zu besonderen persönlichen Anlässen pflanzen können, bewegte die Besucher/innen. Der "Garten der Begegnung" erfuhr nicht nur Interesse durch seine Vielfalt an Blumen und Pflanzen, die die Bewohner/innen mit viel Mühe pflegen, sondern auch durch die Vor-Ort-Verköstigung von schmackhaften Kräuterschnittchen.
Der erfolgreiche Rückbau, Teilrückbau und Umbau von Wohnbebauung im Bereich Ringkolonnaden konnte unter fachkundiger Führung von Vertretern der degewo begutachtet werden. Die Baustellenbesichtigung von im Umbau befindlichen Wohnungen in der Merower Allee gab einen Einblick in den aktuellen Modernisierungsprozess der Großsiedlung. Nach weiteren Informationen in der degewo-Geschäftsstelle wurde der Spaziergang im Schorfheideviertel fortgesetzt und ein Blick auf das Stadtumbau-Vorzeigeprojekt "Ahrensfelder Terrassen" gewährt.
Stadtumbauwanderung im Märkischen Viertel
Die Großsiedlung "Märkisches Viertel" steht als "jüngstes" Fördergebiet noch am des Stadtumbaus. Während die GESOBAU als Haupteigentümer von über 15.000 Wohneinheiten die energetische Modernisierung ihrer Wohnungen und Gebäude bereits im 2. Jahr betreibt, wird der Stadtumbau erst im Jahr 2010 in Form von Baustellen sichtbar werden. Thema der Stadtumbauwanderung durch das Märkische Viertel waren daher die Orte, die noch im "Dornröschenschlaf" schlummern und sich in den kommenden Jahren stark verändern werden.
Circa 40 Gäste machten sich zusammen mit Vertretern der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, des Bezirksamts Reinickendorf sowie der verantwortlichen Gebietsbetreuerin der S.T.E.R.N. GmbH, Frau Hunkenschroer, bei sonnigem Herbstwetter auf einen rund dreistündigen Marsch. Unterwegs präsentierten die jeweiligen Akteure mehr als 10 geplante Vorhaben. Begleitet wurde der Rundgang von Georg Lehmann, der als Architekturspaziergänger Informationen und Anekdoten zur Geschichte des Ortsteils beitrug.
Ausgangspunkt war der Bolz- und Spielplatz Markendorfer Straße, der als erstes Bauprojekt schon in diesem Jahr fertig gestellt werden soll. Herr Knoche vom Büro Wallmann erläuterte die Konzeption der Umbaumaßnahmen, die auf der Baustelle schon konkrete Formen annehmen.
Einen Einblick in die Maßnahmen der GESOBAU erhielt die Gruppe am Eichhorster Weg. Die dortige Wohnhausgruppe wurde 2008 modernisiert und kann als Musterbeispiel für alle Nachfolgenden gelten.
Auf verschlungenen Wegen gelangten die Besucher zum Sportforum, wo sie einen Einblick in die Größe und Vielfalt der Sportangebote in diesem zentralen Bereich bekamen. Herr Benecke von der Naturfreundejugend erläuterte das Vorhaben zur Erweiterung der Kinder- und Jugendhalle. Die sehr ambitionierte Kinder- und Jugendarbeit, die hier geleistet wird, gab Anlass für eine kurze Diskussion über die zukünftige Entwicklung des Viertels.
Im Zentrum vor dem Fontanehaus lud Herr Pichieri von der Planergemeinschaft zum Bürger-Workshop ein, der am 15.10. die Planungen rund um den Marktplatz thematisieren wird. Am Nordausgang des Zentrums, als Entrée in den Stadtteilpark rund um das Mittelfeldbecken, soll künftig eine neue Brücke den Packereigraben überspannen. Damit werden Fußwegverbindungen verkürzt und die Chancen für neue gastronomische Angebote verbessern sich.
Auf der Fläche eines BMX-Geländes soll ab nächsten Sommer ein Schulerweiterungsbau entstehen. Dies größte Projekt des Stadtumbaus ist aufgrund des stetigen Zuzugs junger Familien nötig geworden.
Nach einem Rundgang um das Mittelfeldbecken erläuterte Frau Hunkenschroer das Projekt "Perlenschnur Jugend und Bildung". Die Angebote der sozialen Infrastruktur sollen zum zentral gelegenen Park hin geöffnet werden, um eine bessere Orientierung und mehr Kooperation zu ermöglichen. Damit soll das gesamte Mittelfelde aufgewertet und belebt werden.
Auf dem brach liegenden Standort der Bettina-von-Arnim-Schule zeigte Herr Bauermeister von der gruppe F eine Auswahl der auf der Ideenbörse im Juli 2009 zusammengetragenen Wünsche und Ideen für die Entwicklung des Geländes. Im Anschluss an die Wanderung gab es in der Jugendkunstschule "Atrium" Gelegenheit, die Ausstellung zum Stadtumbau im Märkischen Viertel zu besichtigen. Helmuth-Paland vom Stadtplanungsamt Renickendorf bedankte sich bei allen Beteiligten für ihre Ausdauer und das große Interesse.
Besichtigung des Siemens-Gasturbinenwerks
Die Firma Siemens entwickelt und produziert in ihrem Werk in der Moabiter Huttenstraße die größten Gasturbinen der Welt. Das Unternehmen ist ist ein wichtiger Partner bei der Umsetzung der Vorhaben im Fördergebiet Tiergarten/Nordring-Heidestraße. Im Rahmen der Stadtumbauwoche hatte die Firma zur Werksbesichtigung eingeladen.
Die Besuchergruppe erhielt einen tiefen Einblick in die Entwicklung und Produktion der in aller Welt verschickten Gasturbinen. Zu Beginn informierte ein Firmenvertreter die Teilnehmer über die technische Entwicklung der Gasturbinen. Auch das Engagement von Siemens am Standort Moabit wurde thematisiert. Das Unternehmen engagiert sich im Unternehmensnetzwerk Moabit. Für den Bau eines Jugendhauses in der Berlichingenstraße 8 hat Siemens außerdem ein Grundstück zur Verfügung gestellt.
Anschließend ging es zum Rundgang über das weitläufige Firmenareal. Sehr eindrucksvoll war für die Besucher, wie in der über 100 Jahre alten, denkmalgeschützten Peter-Behrens-Halle auch heute noch unter hohen technischen Anforderungen produziert wird.
Sport und Spielaktion in Wartenberg
"Ab hier nur für Mädchen und Frauen" - das steht an der Tür zu Pia Olymp, dem Mädchensportzentrum am S-Bahnhof Wartenberg. Das hat sicher gute Gründe: in den Fitness-, Turn- und Tanzräumen können sich Mädchen ungestört ausprobieren und ohne männliche Besserwisser Billard oder Kicker spielen.
Für die Spiel- und Sportaktion im Rahmen der Stadtumbauwoche wurden am Nachmittag des 7.Oktober alle möglichen Aktivitäten ins Freie verlegt. Hockey, Tennis, Tischtennis und Geschicklichkeitsgeräte konnten von Jungs und Mädchen ausprobiert werden. Eine Aktion des benachbarten Jugendhauses "Am Berl" (JAB) fand nach anfänglichem Zögern bei beiden Geschlechtern großen Anklang: Der Sprüher-Wettbewerb. Bei dem so genannten "Battle" wird der Beste einer Gruppe gekürt. Jeweils 2 Kandidaten treten mit einer Aufgabe gegen einander an. Den Zwischensieger bestimmen alle Teilnehmer durch Abstimmung. Erfolglose Kandidaten scheiden bald aus. Der Gesamtsieger muss etliche Prüfungen bestehen.
Die männlichen Kandidaten üben regelmäßig beim Graffiti-Workshop im JAB. Wenn auch die TeilnehmerInnen teilweise parteiisch stimmten, so zeigte sich doch, das auch einige Mädchen nicht gerade ungeübt waren. So ergaben sich gegen Ende der Veranstaltung völlig neue Berührungspunkte. Jungs und Mädchen könnten an gelegentlichen gemeinsamen Aktionen wohl Gefallen finden.
Besichtigung von Projekten in Neukölln Südkreuz und der KRAFT Foods Kaffeerösterei
Die Tour startete im ESTREL mit einem Rundgang durch das beeindruckende Innere des Conventioncenters. Während der anschließenden Busrundfahrt quer durch das Gewerbe- und Industriegebiet rund um den Hafen Neukölln haben die Teilnehmer Einblick in die Qualitäten aber auch Probleme des Gebietes, sowie in die Projekte des Stadtumbaus gewonnen.
Die "Krönung" bildete die Werksbesichtigung der Kaffeeproduktion der Firma KRAFT Foods. In Spezialkleidung gewandet (s. Foto), konnten die Teilnehmer interessante Eindrücke zum Firmenkonzept und den Betriebsabläufen sammeln.
Den Abschluss bildete das Stadtumbauprojekt Lichtskulptur Neuköllner Tor bei Nacht.
An den Krugwiesen wird der 1. Bauabschnitt übergeben
Eröffnung der Grünanlage am 17.9. im Rahmen der Hohenschönhausener Festwochen
11.9.: Schwarzer Weg in Neukölln wird eingeweiht
Eröffnung im Rahmen des Sommerfestes im Gewerbegebiet
3. Werkstattgespräch zum Nord-Süd-Grünzug
Am 23. 9. geht es um den Abschnitt zw. Großgörschenstraße und Bhf Südkreuz
Umgestaltung der Lohmühleninsel beendet
Der dritte Bauabschnitt wurde am 8. September durch Senatorin Junge-Reyer eingeweiht
Ausstellung zeigt Einsichten in 20 Jahre Wohnen im wiedervereinigten Berlin
Die ungewöhnliche Präsentation ist bis 31.10. in der Spandauer Straße zu sehen
Senat präsentiert Ergebnisse des Werkstattverfahrens Berlin-Südkreuz
Staatssekretärin Dunger-Löper eröffnet Vermarktungsoffensive für das Gebiet










