Reportage vom 11.10.2009
Abschlussveranstaltung: Feierliche Übergabe des Alice-Salomon-Platzes
Die Abschlussveranstaltung der Stadtumbauwoche fand im größten Berliner Stadtumbaugebiet statt: in Marzahn-Hellersdorf. Die Bezirksbürgermeisterin, Frau Pohle, begrüßte die Besucher/innen auf dem Alice-Salomon-Platz herzlich. In Anwesenheit der Staatssekretärin für Bauen und Wohnen in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Frau Dunger-Löper, wurde der seit 2004 modernisierte, stadtteilprägende Platz in der Mitte von Hellersdorf feierlich durch eine Baumpflanzaktion eingeweiht. Tatkräftig unterstützt wurde die Übergabe durch die Bezirksstadträte Herr Lüdtke und Herr Gräff sowie durch Kinder einer ortsansässigen Kindertagesstätte.
Bei dem anschließenden Besuch des Regine-Hildebrandt-Parks wurde die Setzung des aus Japan gespendeten Friedenspfahls mit einer Zeremonie gewürdigt. Dr. Niemann, der frühere Bezirksstadtrat für Ökologische Entwicklung, hielt aus diesem Anlass eine leidenschaftliche Rede. Die Kinder ließen selbstgebastelte Friedenstauben tanzen. Mit Begeisterung wurden der anschließende Kindergesang und die Tänze aufgenommen. In fröhlicher Stimmung luden Herr Lüdtke und Frau Dunger-Löper zu einer gemütlichen Kaffeerunde ein, die das Ausklingen der Stadtumbauwoche einläutete.
Kunst im Stadtumbau - Gesprächsrunde in der Galerie M
Zum Abschluss der Stadtumbauwoche wurde dem Thema "Kunst im öffentlichen Raum" ein eigenes Forum geschaffen: In der Marzahner Galerie M diskutierten Josephine Günschel (Künstlerin), Thorsten Goldberg (Künstler) Bruno Ebersbach (Architekt) Gabriele Pütz (Landschaftsplanerin), Norbert Lüdtke (Bezirksstadtrat für ökologische Stadtentwicklung) und Peter Funken (Moderation) über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Kunst im öffentlichen Raum.
Am Beispiel von Marzahn-Hellersdorf ist sehr anschaulich demonstriert, wie sich Kunst im Städtebau in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Sie ist mit der Plattenbausiedlung gewachsen und heute durch den teilweisen Rückbau ihrer Wechselwirkung mit der Architektur beraubt; nicht alle Kunstwerke konnten erhalten werden.
Das Bezirksamt hat von Anfang an die Kunst im öffentlichen Raum als Bestandteil des Stadtumbau-Programms vorgesehen und eine Bestandsaufnahme veranlasst. In deren Folge wurden einzelne Kunstwerke konservatorisch abgenommen, gesichert und in einem Schaudepot „Zwischenablage“, Riesaer Str. 94, erneut präsentiert und der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich gemacht: Ein deutschlandweit bislang einmaliges Projekt für einen zeitgemäßen Umgang mit Kunstwerken, die ihren Standort verloren haben.
Seit kurzem liegt mit dem Buch "Kunst in der Großsiedlung" eine umfassende Dokumentation von 462 Gestaltungen vor, die den Stadtraum der Großsiedlung geprägt haben. Zu erhalten ist das Buch in der Galerie M und im Amt für Stadtplanung.
Leben mit Weitsicht – Großwohnsiedlungen als Chance
13.2.: Werkstatt-Veranstaltung im Rahmen der IBA-Reihe – Wirtschaft, Wissen und Wohnen
Wettbewerb des Bundesministeriums f. Verkehr, Bau u. Stadtentwicklung "Stadt bauen. Stadt leben."
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