Rosenbeet, dahinter Weg und rot-blaues-weisses Funktionsgebäude
Die neue Fassade des Mädchenzentrums "Pia Olymp"

Auftraggeber: Land Berlin

Bauherr/Projektsteuerung: Gemeinnützige Stiftung SPI, Geschäftsbereich Stadtentwicklung

Finanzierung (Förderprogramme etc.): Stadtumbau Ost

Gesamtbaukosten: 964.000 EURO (1. und 2. Bauabschnitt)

Realisierungszeitraum: 2004-2008

Platzfläche und angrenzende Freiflächen: 12.592 m²

Projektdokumentation:

aktuellabgeschlossen
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S-Bahnhof Wartenberg

Der S-Bahnhof Wartenberg liegt am östlichen Rand der Großsiedlung Hohenschönhausen. Er ist Zielbahnhof der S-Bahnlinie 75 und damit eine wichtige Verkehrsader in Richtung Innenstadt. Außerdem bildet er einen idealen Ausgangspunkt für Ausflüge ins Brandenburger Umland.

Der Platz am westlichen Ausgang des Bahnhofs machte lange Zeit den Eindruck eines Provisoriums. Trampelpfade führten in Richtung Wohngebiet, die Grünflächen waren verkrautet. Eine räumliche Gestaltung war kaum zu erkennen. Die Trennung zwischen Fahrbahn und Fußwegen fehlte ebenfalls. Die großflächige Versiegelung des Platzes führte bei Regen zu riesigen Pfützen. Auch das Haus des Mädchenprojekts "Pia Olymp" sah verwahrlost aus.

Die Missstände an diesem zentralen Ort im Quartier "Am Berl" wurden mit Geldern aus dem Stadtumbau-Programm beendet. Der Bahnhofsplatz kann seine Funktion als Treffpunkt für die Bewohner wieder adäquat erfüllen. Durch das Projekt wurde die Umgebung des Platzes organisch in das Naherholungs- und Freizeitgebiet "Wustrower-Park" entlang der S-Bahntrasse integriert.

Die Allee an der Ribnitzer Straße wurde mit hoch gewachsenen Platanen verlängert und so eine optische Achse zum Bahnhof geschaffen. Die Verbindung zum nahe gelegenen Wustrower-Park-Band stellen Baumreihen mit Traubenkirschen her. So entsteht gewissermaßen ein grünes Dach, unter dem man an blühenden Rosenbüschen entlang wandeln kann.

Zum Bahnhof hin öffnet sich ein gepflasterte Platz. Der Höhenunterschied zwischen dem Bahnhofsplatz und den angrenzenden Parkteilen wurde mit einer Mauer aus L-Stützen und zwei Treppenanlagen abgefangen. Die Treppen können mit ihren fünf Metern Länge auch als Bühne für Veranstaltungen dienen.

Die Platzfläche enthielt ein Band aus deutlich ertastbarem Material. Sehbehinderten und Blinden wird so eine bessere Orientierung in Richtung S-Bahnhof ermöglicht. Für Rollstuhlfahrer gibt es zwei Wege mit geringer Steigung, um zur Sporthalle zu gelangen.

Besonderes Gewicht kam der Gestaltung des Vorplatzes als "angstfreier Raum" zu. Auf Vorschlag des im Ortsteil arbeitenden Beirates, der das Bezirksamt hinsichtlich der geschlechtergerechten Gestaltung des öffentlichen Raumes berät, wurden die Zugangswege zum S-Bahnhof und zur Sporthalle mit besonders hellen Lampen ausgestattet.

Das Mädchenzentrum "Pia Olymp" auf der rückwärtigen Bahnhofseite erhielt ebenfalls aus Mitteln des Stadtumbau-Programms ein neues Gesicht. Die neue Fassade ist nicht nur schöner, sie ist auch energetisch wesentlich günstiger. Außerdem wurden neue Fenster eingesetzt, die ebenfalls Kohlendioxid und Energiekosten sparen. Im Juni 2008 wurde der Abschluss der Sanierung mit allen Unterstützern gefeiert.

Siehe auch Nachbarprojekt Jugendhaus Am Berl

Text: R. Friedrich, bearb.: A. Stahl, Quelle: Stadtteilkonzept, Fotos: R. Friedrich, C. Rackow

Ansprechpartner

Schmitz, Werner
Bezirksamt Lichtenberg Abt. Stadtentwicklung, Bauen, Umwelt und Verkehr Amt für Planen und Vermessen
Fachbereich Stadtplanung Stapl F
Alt-Friedrichsfelde 60 Haus 2, 12.-13. Etage
10315 Berlin
Tel: (030) 90296 6469
Fax: (030) 90296 6409
E-Mail: werner.schmitz[at]lichtenberg.berlin[.]de

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