Kummerower Ring 42
12619 Berlin
Auftraggeber: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf
Bauherr/Projektsteuerung: Abt. Jugend und Familie
Finanzierung (Förderprogramme etc.): Stadtumbau Ost
Fördersumme: ca. 1,5 Mio EURO
Realisierungszeitraum: 2008
Projektdokumentation:
Soziales Stadtteilzentrum "Kompass"
In den letzten Jahren wurde in der Großsiedlung Hellersdorf wegen der veränderten Bevölkerungsstruktur vieles zurückgebaut. Nun ist auf der frei gewordenen Fläche der Ehm–Welk-Schule in Hellersdorf Süd ein neues "Haus im Stadtteil" entstanden, das sich als Pilotprojekt der demographischen Entwicklung im Quartier stellt und Angebote für alle Generationen macht. Das neue Stadtteilzentrum nennt sich auf Vorschlag einer ehrenamtlichen Helferin „Kompass - Haus im Stadtteil“.
Träger des Stadtteilzentrums ist der Verein FIPP e.V., der sich um die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen kümmert. FIPP e.V. arbeitet unter dem Dach des "Kompass" mit dem seit vielen Jahren in der Nachbarschaft etablierten StadtteilTreff des Klub 74 e.V. zusammen. Das heißt Jung und Alt, die 1 bis 100jährigen, verbringen hier nicht nur nebeneinander, sondern - wann immer es sinnvoll ist - auch miteinander Ihre Freizeit.
Im Foyer bildet das Nachbarschaftscafé mit Internetanschluss einen Anlaufpunkt für alle Bewohner des Viertels. Der Toberaum nebenan gibt auch Müttern mit kleinen Kindern die Chance sich bei Café und Gesprächen zu entspannen. Der 100 Quadratmeter große Veranstaltungsraum ist für Vorträge, Lesungen und kleine Konzerte geeignet. Im Erdgeschoss befinden sich auch der offene Jugendbereich und eine Werkstatt.
Das Atelier im Obergeschoss wird mit Tageslicht versorgt. Daneben entstehen in der Lehrküche die Speisen für das Café. Oben ist außerdem viel Platz für die Beratung des Klubs 74 und die Hausaufgabenhilfe. Für Jugendgruppen können sogar Übernachtungen angeboten werden. Auch der Bewegungsraum, der Sportraum und ein Studio für Theater, Musik und Tanz werden rege genutzt. 2010 neu dazu gekommen ist das Projekt Plan B mit einem berufsorientierendem Ansatz für Jugendliche.
Das große Kursangebot des Stadtteiltreffs spiegelt die Interessen der Nutzer wider: Es gibt Sprachkurse, künstlerische Angebote, Skat-, Quiz- und Erzählnachmittage, Sport und Computerkurse. Hier wird lebenslanges Lernen erlebbar. Geleitet werden die regelmäßigen Treffen fast ausschließlich von Ehrenamtlichen. Es sind die aktiven Hellersdorfer selbst, die diesen Ort gestalten. Von diesem Engagement profitieren auch die Jugendlichen. Ihr Bereich beginnt seine Arbeit mit offenen Angeboten, einer Tanz- und einer Sportgruppe. Gemeinsam will man mit Veranstaltungen das Kulturangebot im Stadtteil bereichern.
Am 10. Januar 2009 wurde das neue Haus eröffnet und von den Hellersdorfern in Besitz genommen. Ende 2009 erhielt das Haus einen Garten mit Grillplatz, Sitzgelegenheiten und einem Klettergerät.
Gleichzeitig entstand an der Ostseite ein kleiner Stadtplatz mit Pflanzungen, Sitzgelegenheiten und einer weiteren Rampe. Außerdem wurden zwei Tischtennisplatten und ein Schach- und Damefeld angelegt.
Im Mai 2010 wurde eine Graffitiwand im Garten gestaltet. Die Aktion war Ergebnis des Jugendwettbewerbs 2009, den die Kinder und Jugendlichen der Kontakt- und Beratungsstelle "No Name" vom Streetwork Hellersdorf mit dem Projekt "Legale Graffitiwand" gewonnen hatten.
Das Stadtteilzentrum befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zur Jugendkunstschule „der Art“, die ebenfalls Stadtumbaumittel erhält.
Ansprechpartner
Dr. Schmidt, ManuelaBezirksamt Marzahn-HellersdorfLeiterin der Abteilung Jugend und Familie | Alice-Salomon-Platz 3 12627 Berlin Tel: (030) 90293-4001 Fax: (030) 90293-4005 E-Mail: ute.ziegler[at]ba-mh.verwalt-berlin[.]de Web: www.berlin.de/ba-marzahn-hellersdorf/verwaltung/jugend/abteil_jug.html |
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