Das Förderprogramm "Stadtumbau West"

Blick auf das Gröbenufer in Kreuzberg
Blick auf das Gröbenufer in Kreuzberg

Der Senat hat sechs städtische Gebiete ausgewählt, die aufgrund ihrer besonderen Lage stadtpolitische Bedeutung haben und deren Entwicklung in den Folgejahren forciert wird. Mit dem Programm "Stadtumbau West" wollen die Bundesregierung und das Land Berlin nachteiligen Folgen des wirtschaftlichen und demografischen Wandels entgegenwirken. Der Einsatz von Städtebaufördermitteln trägt zur Verbesserung der Infrastruktur bei.

Es werden vier hochwertige innerstädtische Wirtschaftsstandorte entwickelt, die private Investitionen und zukunftsfähige Arbeitsplatze ermöglichen sollen. In der Großsiedlung Falkenhagener Feld wird ein Beitrag zur Stabilisierung auch in Synergie mit dem durch das Programm "Soziale Stadt" etablierte Stadtteilmanagement erwartet. Im Gebiet Spandau-Falkenhagener Feld soll nach beispielhaften Lösungen gesucht werden, wie eine Großsiedlung der 1960er und 70er Jahre auf die zu erwartenden Folgen des demografischen Wandels reagieren kann. Im Märkischen Viertel wird ein Modellvorhaben zwischen integrierten und ökologischen Stadtentwicklung gestartet: In enger Abstimmung mit dem größten Wohnungsunternehmen in der Großsiedlung, das seinen gesamten Wohnungsbestand im Märkischen Viertel in den nächsten Jahren sanieren wird, wird der Stadtumbau gleichzeitig die öffentliche Infrastruktur, v.a. Schulen, Kitas und Parks aufwerten und qualifizieren. Somit erfährt das Märkische Viertel in den nächsten Jahren eine umfassende Erneuerung.

Im März 2005 hatte der Senat die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Abstimmung mit dem jeweiligen Bezirksamt fünf Stadtplanungsbüros beauftragt, in fünf Untersuchungsbereichen Voruntersuchungen zur Festlegung von Stadtumbaugebieten nach § 171 b Baugesetzbuch durchzuführen. Zusammen mit den Bezirken, Bewohnerinnen und Bewohnern, Grundeigentümern und Unternehmen hatten diese städtebauliche Voruntersuchungen zu den Mängeln und Entwicklungsmöglichkeiten der Gebiete zwischen Mai bis August 2005 vorgenommen. Danach sind die Gebiete Neukölln - Südring, Kreuzberg - Spreeufer, Schöneberg - Südkreuz, Tiergarten - Nordring/Heidestraße und Falkenhagener Feld als Stadtumbaugebiete festgelegt worden. Anfang 2009 kam das Märkische Viertel als sechstes Fördergebiet mit dazu.

Text: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Foto: R. Friedrich
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