Das Fördergebiet Tiergarten-Nordring/Heidestraße
Das Stadtumbaugebiet Tiergarten im Bezirk Mitte liegt zwischen dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal und dem Charlottenburger Verbindungskanal und umfasst östliche, nördliche und westliche Stadtbereiche der Moabiter Insel. Nördlich des neuen Hauptbahnhofs, um die Heidestraße und östlich der Lehrter Straße, befinden sich weiträumige Areale, die als Lager- oder Logistikflächen genutzt werden. Nur unmittelbar an der Lehrter Straße gibt es Wohngebäude sowie am südöstlichen Rand das Museum für Zeitgenössische Kunst im Hamburger Bahnhof und die Ausstellungshallen der Flick-Collection.
Sport- und Freizeitflächen prägen das Bild westlich der Lehrter Straße. Rund um das Poststadion gibt es Fußballfelder, Tennisplätze, Sporthallen, ein Hallenbad und ein stillgelegtes Freibad, die größtenteils einen erheblichen Instandsetzungsbedarf haben. Auch der Fritz-Schloß-Park benötigt eine landschaftspflegerische Aufwertung. Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Moabit zwischen Beussel-, Quitzow- und Siemensstraße und Bahngleisen liegen große Bereiche brach, östlich davon haben sich Kleinbetriebe etabliert.
Der Industriestandort Moabit West ist durch gründerzeitliche, teilweise denkmalgeschützte Industriebauten gekennzeichnet. Neben der Siemens AG mit ihrer weltweit führenden Gasturbinenproduktion sind auch viele kleine bzw. mittelständische Unternehmen aus den Branchen Maschinenbau, Kraftfahrzeugindustrie sowie Informations- und Kommunikationstechnologie angesiedelt.
Der Senat hat diesen Bereich als Stadtumbaugebiet festgelegt, weil er aufgrund seiner zentralen Lage ein großes Potenzial zur Entwicklung und Qualifizierung als Arbeits- und Wohnstandort aufweist. Die von der Eröffnung des Hauptbahnhofs ausgehenden Impulse sollen mit Projekten des Stadtumbaus unterstützt und ergänzt werden.
Informationen
Fläche: ca. 335 ha
Einwohner: ca. 10.100 (Stand: 2008)
Dokumentation des Fördergebiets:
Ziele
Mit dem Stadtumbauprogramm sollen die durch die Teilung der Stadt entstandenen Brüche im Stadtraum überwunden und darüber hinaus die nicht mehr genutzten Bahnbetriebsflächen erschlossen werden. Damit einher geht eine städtebauliche Neustrukturierung sowie eine Modernisierung und Neubestimmung der vorhandenen Freiräume. In Moabit West geht es vor allem um die nachhaltige Sicherung des Industrie- und IT-Standortes.
Um den unterschiedlichen Voraussetzungen und Anforderungen der einzelnen Flächen des Stadtumbaugebietes Rechnung zu tragen, wurde es in vier Teilräume gegliedert.
Teilraum A: Heidestraße
Mit dem Hauptbahnhof rückt dieser Bereich aus der ehemaligen Randlage in die Innenstadt. Die Räume entlang des Bahnkorridors westlich der Heidestraße bilden für die Bahnreisenden das Entree in die Stadt. Um die noch vorhandenen großen Brachflächen entwickeln zu können, wurde 2009 ein Masterplan beschlossen. Auf dessen Grundlage vollzieht sich die Entwicklung des künftigen Stadtquartiers an der Heidestraße.
Im Rahmen des Stadtumbauprogramms werden hier Projekte im Bereich des Kunstcampus am Hamburger Bahnhof sowie neue Wegebeziehungen entlang des Kanalufers und durch das Quartier gefördert. Zum Bereich östlich der Lehrter Straße wurde im Frühjahr 2009 eine Zukunftswerkstatt eingeleitet, in deren Rahmen ein städtebauliches Gutachterverfahren durchgeführt wird.
Teilraum B: Lehrter Straße
Schwerpunkt in diesem Teilbereich ist die Modernisierung, Ergänzung und Neustrukturierung der Freiräume. Durch den Grünzug der so genannten "Döberitzer Verbindung" soll die Turmstraße mit der Heidestraße und dem Hauptbahnhof verbunden werden. Die Sportanlagen des Poststadions sollen zusammen mit den einem Sport- und Freizeitangeboten im Fritz-Schloß-Park zum "Sportpark Moabit" ausgebaut werden. Bereits fertig sind die Laufstrecke im Park, die Überdachung der Skater-und Hockey-Anlage und ein Minigolfplatz.
Teilraum C: Nordring
Für dieses Gebiet steht die Revitalisierung des Geländes rund um den ehemaligen Güterbahnhof Moabit im Vordergrund. Hier entsteht bis 20111 unter reger Beteiligung der Anwohner und gesellschaftlichen Akteure der Moabiter Stadtgarten als grüne Lunge und kulturelles Zentrum des Quartiers.
Zur besseren Erschließung neuer Gewerbeflächen und zur Entlastung der Wohngebiete südlich der Siemens- /Quitzowstraße soll die neue Ellen-Epstein-Straße nach Westen bis zur Beusselstraße verlängert werden.
Teilraum D: Moabit West
In Moabit West liegt der Schwerpunkt in der stärkeren Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft. Daneben wird mit den Programmmitteln das Engagement von Unternehmen in sozialen, Bildungs- und kulturellen Fragen gefördert.
Das Standortnetzwerk Moabit West arbeitet mit seinen Mitgliedsunternehmen an der Stärkung des Industrie- und Forschungsstandortes. Die Bezirksverwaltung erarbeitet ein integriertes Verkehrs- und Logistikkonzept zur Lösung der Erschließungs- und Anbindungsprobleme. In verschiedenen Bereichen des Gewerbestandorts sind ebenfalls Konzepte zur Neustrukturierung in Arbeit.
Am Neuen Ufer soll eine roll on/roll off-Anlage zur Verladung von Gasturbinen entstehen. Daneben ist ein Ausstellungspavillon geplant. Weiterhin ist Brückenverbindung für den nicht-motorisierten Verkehr nach Charlottenburg vorgesehen, die die Uferzonen beider Seiten verbindet und den Industriestandort Moabit näher an den Wissenschaftscampus der Technischen Universität heranführt.
Ausstellung "Stadtumbau in Berlin - eine Zwischenbilanz" eröffnet
21.07. - 19.08. im Gebäude der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung
Interessenbekundungsverfahren für Bürgergarten Moabit
Für Gemeinschaftsgarten wird ein Träger gesucht
Park in der Rüdickenstraße in Hohenschönhausen wird am 1.9. eingeweiht
BMX-Bahn und Spielplatz wurden zum Ferienbeginn übergeben
Thesenpapier zur Profilierung des Stadtumbau Ost ab 2010
Dokument ist Ergebnis einer Workshopreihe von BMVBS, BBSR und Bundestransferstelle
Stadtumbau in Buch beginnt mit zwei Projekten des Jugendamtes
Kitagebäude wird zum Beratungs- und Nachbarschaftshaus










