Das Klubhaus wurde als Jugend- und Stadtteilzentrum in direkter Nachbarschaft vieler sozialer Einrichtungen sowie des Nahversorgungszentrums Westerwaldstraße in den 70er Jahren gebaut und ist damit so alt wie die Großsiedlung Falkenhagener Feld selbst. Mit über 2.000 m² Nutzfläche blickt es zurück auf eine bewegte Geschichte. Die dritte Generation junger Leute des Stadtteils nutzt inzwischen die vielfältigen Angebote des Hauses. Zuletzt waren es vor allem Theaterspielen in der Jugendtheaterwerkstatt, Essen im Kinderrestaurant, Freizeit- und Gruppenangebote sowie Werkstätten, Sporttreiben und Kegeln im Souterrain. In den wilden 70er Jahren gab es hier regelrechten Club- und Kneipenbetrieb. Viele Bewohner kennen das Haus aus ihrer eigenen Jugendzeit.
Der Umbau des Hauses wurde durch das Förderprogramm Stadtumbau West ermöglicht. Er wurde im Jahr 2007 durch das Bezirksamt Spandau beschlossen und sollte nicht nur die Erneuerung der baulichen Hülle und der Gebäudetechnik umfassen. Alle Beteiligten erhofften sich auch einen Imagewandel: Das Haus soll neue Nutzungen und Angebote nicht nur für Jugendliche ermöglichen und wurde mit diesem Ziel auch baulich geöffnet: ein neuer Eingang, mehr Einblicke, mehr Ausblicke, mehr Transparenz.
Zur Auswahl des Architekten wurde ein konkurrierendes Verfahren durchgeführt. (siehe auch: Architektenwettberb Klubhaus). Der zentrale Vorschlag des ausgewählten Teams war, dem Gebäude ein neues Dach, eine breite einladende Eingangstreppe und ein lichtes Atrium zu schenken.
Während im Jahr 2008 die bauliche Planung detailliert wurde, konnte im Januar 2009 der Baubeginn gefeiert werden. Frau Meys, Bezirksstadträtin für Jugend und Familie sowie Herr Röding, Bezirksstadtrat für Bauen, Planen und Umweltschutz freuen sich, dass es mit dem Stadtumbau West gelungen ist, dem Klubhaus eine neue Zukunft zu schenken und den Standort für die vielen sozialen Angebote und Jugendangebote im Falkenhagener Feld zu sichern.
Die Bauphase war von der sehr komplexen Aufgabe geprägt, im technisch maroden Bestand den zukünftigen Anforderungen der Nutzer und den hohen Maßstäben aktueller Bauvorschriften zu entsprechen. Zu Beginn der Arbeiten war eine umfangreiche Asbestsanierung notwendig. Ein Haupt-Kostenpunkt war auch die energetische Modernisierung sowie die Erneuerung der gesamten Gebäudetechnik. Die zukünftigen Nutzer, insbesondere die mobilitätseingeschränkten, werden sich über den neuen Fahrstuhl freuen. Durch eine große Eingangstreppe wird das neue Klubhaus stärker zum Gebiet hin geöffnet und präsentiert seine Schauseite zum zukünftigen Platz der Quartiersmitte Westerwaldstraße. (siehe auch: Projekt Quartiersplatz)
Nach der langen Planungs- und Bauzeit zogen die offene Jugendarbeit, das Kinderrestaurant und die Jugendtheaterwerkstatt wieder in das neue Klubhaus ein. Zahlreiche andere Nutzer (z.B. Sport- Werk- und Musikgruppen) werde folgen.
Die Übergabe des Hauses an die neuen Nutzer erfolgte sukzessive im Januar 2011.
Stand: Februar 2011
B. Hunkenschroer, S.T.E.R.N. GmbH