Verkehrsberuhigung in der Naumannstraße zwischen Kolonnen- u. Torgauer Straße
Die Naumannstraße verläuft in Nord-Süd-Richtung und verbindet die Kolonnenstraße mit dem Hildegard-Knef-Platz am Bahnhof Südkreuz. Im Abschnitt zwischen Kolonnenstraße und Leuthener Platz durchquert sie ein östlich gelegenes Gewerbegebiet und ein westlich gelegenes Wohnviertel. Bis 2010 war sie außerdem die bevorzugte Verbindung für den Durchgangsverkehr zwischen Sachsendamm/Südkreuz und Kolonnenstraße. Um das Wohngebiet zu entlasten wurde bis 2010 eine neue Erschließungsstraße gebaut - die Wilhelm-Kabus-Straße. Diese bindet nördlich an die Kolonnenstraße und südlich an die Torgauer/Naumannstraße in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs Südkreuz an.
Die Fahrbahn der Naumannstraße war bisher durchschnittlich 7,50 Meter breit. Davon waren 0,50 Meter Breite für halbseitiges Gehwegparken auf der Ostseite markiert. Diese Breite verleitet tendenziell zum schnellen Fahren und beschränkt die Querungsmöglichkeiten für Fußgänger. Die beschilderte Geschwindigkeitsbeschränkung mit Tempo 30 war nicht durch bauliche Maßnahmen flankiert und wurde daher teilweise nicht befolgt. Daraus resultierten Gefahrensituationen und eine zusätzliche Belästigungen der Anwohner mit Verkehrslärm und Abgasen.
Da sowohl der Durchgangsverkehr als auch die Erschließung des Gewerbegebietes nun über die Wilhelm-Kabus-Straße erfolgen, kann die Naumannstraße als reine Wohngebietsstraße entsprechend umgestaltet werden. Dies erfolgte mit Mitteln aus dem Programm Stadtumbau West in einem ersten Schritt in zwei Bereichen:
Bis Ende 2010 wurde im Zuge des Neubaus der Wilhelm-Kabus-Straße die Einmündung Torgauer Straße / Naumannstraße umgebaut. Dieser Bereich war als Eingangssituation am Südende der sogenannten Schöneberger Insel besonders wichtig.
Im Zusammenhang mit einem weiteren Projekt des Stadtumbau West war der Umbau der Naumannstraße ebenfalls von großer Bedeutung: Der im Bau befindliche Ost-West-Grünzug zwischen Neu-Tempelhof und Ebersstraße durchquert im Bereich des Leuthener Platzes die Schöneberger Insel. Hier wurden bis Ende 2011 eine behindertengerechte Aufpflasterung inklusive einer Einengung am Leuthener Platz und der abschnittsweise Rückbau des nicht mehr benötigten Radweges realisiert.
An den Einengungen ist nach wie vor der Begegnungsfall Lkw/Pkw möglich, um die Ver- und Entsorgung des Wohngebietes sicherzustellen.
Durch diese Baumaßnahmen hat sich eine deutliche Reduzierung der Kfz-Verkehrsmengen und der Geschwindigkeiten in der Naumannstraße ergeben. Deshalb muss geprüft werden, ob die weiteren, ursprünglich vorgesehenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung noch in vollem Umfang durchgeführt werden müssen. Dabei handelt es sich um die
- Umgestaltung der Einmündung der Naumannstraße in die Kolonnenstraße: behindertengerechte Aufpflasterung in Form einer Gehwegüberfahrt mit Einengung sowie Anpassung der Lichtsignalanlage in der Kolonnen-/Naumannstraße
- Behindertengerechte Aufpflasterung mit Einengung im Bereich Gustav-Müller-Platz, abschnittsweiser Rückbau des nicht mehr benötigten Radweges
- Anordnung von fünf weiteren kleinteiligen Gehwegvorstreckungen mit behindertengerechter Aufpflasterung. Dadurch entsteht ein Abstand der Verkehrsberuhigungselemente untereinander von circa 80 Metern
- Änderung der Parkordnung in der Naumannstraße: Auf der Westseite verbleibt das Parken in Parkhäfen auf dem Gehweg, auf der Ostseite wird das halbseitige Gehwegparken ersetzt durch Parken auf der Fahrbahn.
Benachbarte Stadtumbau-Projekte:
Ansprechpartner
Rekow, HelgaBezirksamt Tempelhof-Schöneberg von BerlinFachbereich Tiefbau | John-F.-Kennedy-Platz 10825 Berlin Tel: (030) 90277 2437 |
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