Ziele

Schild für Gemeinschaftsgarten in Spandau.
Gemeinschaftsgarten in Spandau.

Seit 2004 stellt der Bund Mittel für das Programm "Stadtumbau West" bereit, da auch in den westlichen Regionen wirtschaftliche Umstrukturierungen einhergehen mit Bevölkerungsrückgang, Wohn- und Gewerberaumleerstand und teilweise hoher Arbeitslosigkeit. Das trifft ebenso auf die Bezirke im Westteil Berlins zu. Im Unterschied zum "Stadtumbau Ost" steht jedoch nicht die Stabilisierung des Wohnungsmarktes im Vordergrund, es soll den Veränderungen in der Demografie und in der Wirtschaft rechtzeitig entgegengewirkt und deren städtebaulichen Auswirkungen beeinflusst werden.

Der Beschluss des Berliner Senates am 29. November 2005, in den Bezirken Mitte, Friedrichshain-Kreuzberg, Tempelhof-Schöneberg, Spandau und Neukölln Stadtumbaugebiete festzulegen, war der Startschuss für den Stadtumbau West in der Hauptstadt. In vier Gebieten sollen städtebauliche Brüche, entstanden durch die Teilung der Stadt, beseitigt, nicht mehr genutzte Verkehrsinfrastrukturflächen für eine neue Entwicklung erschlossen und brachliegende ehemalige Wirtschaftsgebiete reaktiviert werden. In Spandau ist vorgesehen, die dort vorhandene Großsiedlung an die veränderte Bewohnerstruktur anzupassen. Im Märkischen Viertel werden im Rahmen eines Modellprojektes die Wohngebäude durch das größte Wohnungsunternehmen im Märkischen Viertel energetisch saniert und - ergänzend durch den Stadtumbau West - die öffentliche Infrastruktur aufgewertet. 

Ziel ist es, durch gezielte öffentliche Investitionen private Initiativen und Investitionen anzustoßen und somit zu einer umfassenden Gebietsentwicklung und -aufwertung beizutragen. Dazu ist - wie auch im Stadtumbau Ost - eine enge Kooperation mit den Bewohnerinnen und Bewohnern, den Gewerbetreibenden und Unternehmen vor Ort sowie anderen lokalen Akteuren unabdingbar. Nur gemeinsam kann eine umfassende Aufwertung der Gebiete gelingen.

Text, Foto: R. Friedrich, Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung

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